Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Frühstart in Wahlkampf. POLITIK / In Pinkafeld hat der Wahlkampf begonnen. FPÖ kritisiert, dass „Bürgermeister nicht auf Vorschläge eingeht“.

Vize Thomas Pickl (ÖVP): »Ordentlich arbeiten und zum gegebenen Zeitpunkt wahlkämpfen.«  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

PINKAFELD / Die Vorwehen der Gemeinderatswahl sind deutlich zu spüren – zumindest in Pinkafeld. Die FPÖ, die sich ja kürzlich rund um Nationalrat und Bundesparteiobmannstellvertreter Norbert Hofer neu aufgestellt hat (die BVZ berichtete), macht derzeit laufend neue Vorschläge, wie die Stadt künftig verändert werden könnte. Dass dabei Kritik an Bürgermeister Kurt Maczek (SPÖ) nicht ausbleibt, liegt auf der Hand.

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Als einer der ersten Vorschläge kam die „Barrierefreiheit für den Friedhof“ auf die Tagesordnung. FPÖ-Familiensprecher Peter Jauschowetz: „Rollstuhlfahrer sind bei uns in Wirklichkeit vom Friedhofsbesuch ausgeschlossen, gehbehinderte Personen über weite Teile des Jahres zumindest teilweise.“ Maczek lässt die Kritik nicht gelten (siehe auch Infobox unten): „Der Friedhof ist auf jeden Fall barrierefrei, der Stiegenaufgang ist eine Erleichterung für ältere Bürger.“ Ähnlich die Reaktion auf die von der FPÖ geforderten Mikrofußgängerzone. Hofer fordert einen „hochwertigen Raum für Familien und als Treffpunkt für die Bürger“ und hat dafür den Marktplatz ins Auge gefasst: „Teile des Platzes könnten mit Überdächern wetterfest gestaltet werden, ich bin mir sicher, dass dadurch die Lebensqualität gesteigert werden würde.“ Das kommt für Maczek nicht infrage: „Wir würden dadurch Parkplätze verlieren.“

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Für Hofer ein nicht nachvollziehbares Argument, schließlich bedürfe es nur einer besseren Verkehrsplanung. „In Pinkafeld herrschen vertauschte Rollen: Die Opposition macht Vorschläge und die Mehrheitspartei sagt reflexartig Nein“, sagt Hofer. Für den Dritten im Bunde, ÖVP-Vize Thomas Pickl, kommen die Auseinandersetzungen zu früh: „Alles nur Schlagworte – ich bin dafür jetzt noch ordentlich zu arbeiten und zum gegebenen Zeitpunkt den Wahlkampf zu beginnen.“ Konstruktive Vorschläge begrüße er aber jederzeit. Ähnlich Maczek, der meint: „Dass nicht alles sofort umsetzbar ist, liegt auf der Hand, der finanzielle Spielraum ist nicht mehr so, wie er früher war.“