Erstellt am 11. April 2012, 00:00

Gemeinde hofft auf Drohung. VERLUSTE / 380.000 Euro Minus hat die Gemeinde aus „mündelsicheren“ Anlagen. Laut Ortschef „laufen die Verhandlungen noch“, Klagsandrohung steht im Raum.

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GROSSPETERSDORF / Neue Projekte brauchen Geld. Geld, das Gemeinden oft nicht haben. Also gehen sie zur Bank, um sich einen Kredit aufzunehmen. Im Fall von Großpetersdorf ging es um 1,4 Millionen Euro, die benötigt wurden, um Projekte umsetzen zu können, und um die Bank Austria, die der Gemeinde zur Rückfinanzierung angeblich mündelsichere CA Immo Aktien im Wert von 680.000 Euro verkauft hatte. Das sind dieselben Aktien, die auch anderen Gemeinden und Privatanlegern als mündelsicher verkauft wurden.

Erfahrener Anwalt soll  Verlust in Grenzen halten

 

Fakt ist: Derzeit verzeichnet die Gemeinde aus dem Deal einen Verlust von 380.000 Euro. Ein Betrag, der laut Meinung von Bürgermeister Wolfgang Tauss (SPÖ) so nicht hinzunehmen ist. „Wir haben mit unserem Anwalt Lukas Aigner, der schon mehrere Prozesse gegen die Bank Austria geführt und gewonnen hat, derzeit ein Verfahren am Laufen. Noch gibt es keine Einigung, wir verhandeln.“ 2011 wurde der Gemeinde ein Vergleich mit 30 Prozent angeboten, auf den Aigner (und damals noch Tauss-Vorgänger Winfried Kasper) nicht eingingen: „Weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt, möchte ich nicht zuviel sagen. Aber wir versuchen, mit einer Klagsandrohung das Beste für die Gemeinde rauszuholen.“ Laut Tauss sei eine Klage aber ebenso eine Option wie eine außergerichtliche Einigung. „Aus meiner Sicht ist derzeit noch alles offen.“