Erstellt am 01. Juli 2015, 09:22

von Michael Pekovics

Spritzmittel vor Verbot. Diskussion über Verbot von Glyphosat-Spritzmittel im öffentlichen Raum – laut WHO „wahrscheinlich“ krebserregend.

Gedacht für die Landwirtschaft, verwendet im öffentlichen Raum. Glyphosatz-haltige Spritzmittel werden gerne von Kommunen eingesetzt, weil sie effektiv sind.  |  NOEN, www.BilderBox.com
Das Thema „glyphosat-haltige Spritzmittel“ hat seit der Veröffentlichung einer WHO-Studie, wonach der Stoff „wahrscheinlich“ krebserregend sei, zusätzlich an Brisanz gewonnen. Im Gemeinderat wird am Donnerstag darüber diskutiert, ob in der Stadt der Einsatz von diesen Spritzmitteln verboten wird.

Anrainer beschimpften Gemeindemitarbeiter

Zuletzt wurden Gemeindemitarbeiter, die das Spritzmittel ausbringen wollten, von Anrainern sogar beschimpft. „Ich will dieses Gift nicht vor meinem Haus versprüht sehen, die Gemeindemitarbeiter tragen die Schutzmasken beim Spritzen ja schließlich nicht umsonst“, so eine Anrainerin.

„Als Umweltgemeinderätin sehe ich es als meine Pflicht, Aufklärungsarbeit zu leisten. Es kann nicht sein, dass diese giftige Substanz auf öffentlichem Grund verwendet wird“, sagt Maria Racz (Grüne), die den Punkt auf die Tagesordnung gebracht hat.

Rosner kann sich teilweises Verbot vorstellen

Neudörfl (Bezirk Mattersburg) hat das Verbot bereits umgesetzt, auch in Jennersdorf gab es ähnliche Tendenzen.

Für Oberwart kann sich Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) ein teilweises Verbot vorstellen: „Vor allem in Bereichen, wo sich Kinder aufhalten. Für andere Bereiche werden wir ebenfalls nach alternativen Möglichkeiten suchen.“