Oberschützen

Erstellt am 21. September 2016, 04:55

von Daniel Fenz und Michael Pekovics

Bürgermeister: Die Wechsel beginnen. Oberschützens Bürgermeister Günter Toth tritt nach 14 Jahren im Amt zurück. Weitere Rücktritte sind möglich.

Nachfolger ist bereits fix. Bis zur Gemeinderatswahl im Oktober 2017 wird Hans Unger das Amt in Oberschützen übernehmen.  |  Archiv

Spätestens am 7. Oktober 2017 finden die nächsten Gemeinderatswahlen statt. Ein Jahr davor haben amtierende Ortschefs die Möglichkeit ihr Amt zurückzulegen, der Nachfolger bis zur Wahl wird vom Gemeinderat bestimmt.

Angehender Ortschef: „Spüre jede Menge Motivation“

In Oberschützen hat Bürgermeister Günter Toth (ÖVP) angekündigt, genau das zu tun (BVZ.at hatte berichtet, siehe ganz unten): „Wenn man nicht die volle Bereitschaft spürt, dann ist es an der Zeit, zu gehen. Ich habe 14 Jahre Vollgas gegeben und bin jetzt ein wenig müde“, sagt Toth im Gespräch mit der BVZ.

Als Nachfolger soll nun in der kommenden Gemeinderatssitzung im Oktober Hans Unger bestellt werden. „Der politische Stil von Toth war immer von einem starken Miteinander geprägt. Wir haben Hans Unger einstimmig gewählt, weil er alle Eigenschaft mitbringt, die ein Bürgermeister in Oberschützen heute braucht“, sagt Vizebürgermeister Reinhard Jany (ÖVP).

„Für mich ist es der richtige Zeitpunkt“, sagt der angehende Bürgermeister Unger, der bereits neun Jahre als Gemeinderat hinter sich hat. „Ich spüre jede Menge Motivation, um für die Gemeinde da zu sein und werde mich mit voller Kraft einsetzen.“

Weitere Bürgermeister könnten zurücktreten

Für die Opposition kommt der Rücktritt von Toth überraschend. „Geahnt habe ich es, aber dass es so schnell geht, wundert mich“, sagt FPÖ-Gemeinderat Ernst Karner. Für ihn ist Unger „der richtige Vertreter des bürgerlichen Lagers in unserer Gemeinde, ich werde ihn zu 100 Prozent unterstützen.“

Ob er selbst als Kandidat antritt, lässt Karner ebenso wie SPÖ-Chefin Ingrid Ulreich offen: „Wir werden alles bei der Generalversammlung besprechen und entscheiden, wie wir mit der Situation umgehen“, so die Aschauer Ortsvorsteherin im Gespräch mit der BVZ.

Abschied als Bürgermeister und aus der Politik. Günter Toth tritt nach 14 Jahren zurück.
 
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Für Toth gehen mit dem Rücktritt jedenfalls 14 Jahre als Bürgermeister zu Ende: „Ich bleibe ÖVP-Mitglied, aber ich werde nur mehr bis zur Übergabe im Oktober als Gemeinderat fungieren – danach werde ich mich nicht mehr politisch betätigen.“

Damit ist Toth neben Josef Halper (SPÖ Rotenturm) der zweite Ortschef, der seinen Rücktritt bekannt gegeben hat. Aber auch in anderen Orten verdichten sich die Gerüchte über Wechsel: Der Name von Badersdorfs Ortschef Franz Heiden (ÖVP) wird dabei ebenso oft genannt wie Erich Werderits (SPÖ Hannersdorf).

Angeblich soll auch Schachendorfs Ortschef Adalbert Resetar (ÖVP) an Rücktritt denken und mit Johann Nussgraber (SPÖ Kemeten) und Engelbert Kenyeri (SPÖ Rechnitz) fanden letztens sogar zwei „Überraschungskandidaten“ den Weg in die Gerüchteküche – offiziell bestätigen wollte das freilich keiner der Genannten …