Erstellt am 20. Oktober 2010, 00:00

„Gigantische Ausmaße“. GIFTSCHLAMM / Hilfe ist voll angelaufen, Rotes Kreuz bittet um Geldspenden. Grüne warnen vor „gigantischer Umweltbombe“.

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VON MICHAEL PEKOVICS

UNGARN / Nach der Giftschlammkatastrophe vom 4. Oktober haben die Aufräumarbeiten voll eingesetzt. „Das Gebiet ist abgesperrt, nur Behörden, Bewohner und Personen mit Sondergenehmigungen haben Zutritt. Einen kleinen Geschmack der beißenden Luft bekommt man sogar durch die Atemschutzmasken, selbst wenn man im Auto sitzt“, schildert Stefan Wagner, Landeskatastrophenkommandant des Roten Kreuz, die Situation. Auch die Grünen mit Umweltsprecherin Christiane Brunner und Landessprecher Michel Reimon waren in Ungarn: „Auch wenn die Aufräumarbeiten einmal abgeschlossen sind, ist das Problem nicht beseitigt. Die Aluminiumfabrik wird die Produktion aufnehmen, bevor schärfere Sicherheitsmaßnahmen auch nur angedacht werden können.“

Das Rote Kreuz bittet um finanzielle Unterstützung (Bank Burgenland 90013401009, 51000, „Giftschlammkatastrophe“), Sachspenden seien nicht mehr notwendig.

Christiane Brunner vor einem von insgesamt zehn Becken der Aluminiumfabrik: „Hier lagert eine Umweltbombe von gigantischen Ausmaßen.“

ZVG

Am Sonntag brachte das burgenländische Rote Kreuz Hilfsmittel nach Ungarn und machte sich selbst ein Bild von der Lage im Katastrophengebiet: „Die Situation ist nach wie vor nicht ungefährlich.“

ZVG/RK

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