Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Glaser fordert  klare Worte. VERKEHR / Nationalrat Glaser will von Verkehrsministerin Doris Bures eine klare Aussage zur Bahnstrecke Oberwart-Friedberg.

VON MICHAEL PEKOVICS

REGION / Die Ankündigung von Verkehrsministerin Doris Bures und Landeshauptmann Hans Niessl (beide SPÖ), rund 55 Millionen Euro in Infrastrukturmaßnahmen der Bahn zu investieren, veranlasste ÖVP-Nationalrat Franz Glaser zu einer parlamentarischen Anfrage.

„Die Frage ist, ob die  Strecke aufgelassen wird“

Die zentrale Frage für Glaser ist, ob „die Bahnstrecke Oberwart-Friedberg aufgelassen wird oder nicht“. Bei der Pressekonferenz selbst wurde darüber nicht gesprochen, seitens der ÖBB heißt es nur, dass derzeit eine Evaluierung aller Nebenstrecken laufe, weitere Details könne man zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt geben. Die Strecke Oberwart-Friedberg ist vor allem deswegen wichtig, weil damit die Reaktivierung der Verbindung Oberwart-Steinamanger zusammenhängt. In die Strecke von Oberwart nach Großpetersdorf wurde bereits viel Landesgeld investiert, ob und wann Ungarn die Strecke bis zur Grenze bauen wird, ist derzeit mehr als fraglich. „Ich frage mich, wo die Investitionen in das südburgenländische Bahnnetz bleiben“, sagt Glaser, der „die ökologisch sinnvollen Investitionen im Nordburgenland begrüßt“. Für die Pendler im Südburgenland müsse es aber ebenfalls attraktive Verbindungen geben.

In die gleiche Kerbe schlägt Glasers grüne Kollegin im Nationalrat, Christiane Brunner. „Es ist zu befürchten, dass die Bahnstrecke Oberwart-Friedberg, die von den Grünen erkämpft wurde, von den Einsparungen der ÖBB betroffen sein wird“, sagt Brunner. „Wenn wir die Menschen im Burgenland nicht zum Auto fahren verdammen wollen, dürfen wir beim Erhalt der Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs nicht nur die Wirtschaftlichkeit im Auge haben.“ Durch die Streichung wäre auch die Verlängerung in Richtung Großpetersdorf hinfällig und auch das Ende der Verbindung nach Ungarn wäre damit bedeutungslos. Sowohl Glaser als auch Brunner fordern Niessl auf, seine Beziehungen zur Bundesregierung und zur Ministerin zu nutzen, um die Strecke zu erhalten.