Erstellt am 03. Juli 2013, 00:00

Gleise vor Abbau. Bahn / Laut Bezirkshauptmann wird Bescheid für Abbau in den nächsten 14 Tagen ausgestellt. Bahnfreunde orten neuen „Umweltskandal“.

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RECHNITZ, OBERSCHÜTZEN | Die Bahnstrecke zwischen Oberwart und Oberschützen dürfte schon bald der Vergangenheit angehören. Wie Bezirkshauptmann Hermann Sagmeister gegenüber der BVZ bestätigte, dürfte der für den Abbau notwendige Bescheid in den kommenden zwei Wochen ausgestellt werden.

Frowos warnen vor neuem „Umweltskandal“

Vor diesem Hintergrund warnen die Frowos (Freunde der Bahnlinie Oberwart-Oberschützen) vor „einem weiteren Umweltskandal“. Laut Betriebsleiter Christian Schuller sei nämlich zu befürchten, dass „ähnlich wie in Rechnitz die Entsorgung nicht ordnungsgemäß ablaufen wird“. Die Schuld dafür trage die Bezirkshauptmannschaft Oberwart.

BH-Chef Hermann Sagmeister weist das zurück: „Der Bescheid wird in den nächsten 14 Tagen ausgestellt und damit sind natürlich Auflagen verbunden, an die man sich halten muss.“ Das bezweifelt wiederum Schuller, weil „auch in Rechnitz ein Entsorgungsnachweis bis spätestens März zu erbringen gewesen wäre, die Bahnschwellen und der Schotter liegen aber weiter in der Natur herum und wurden teilweise in einem Bachbett entsorgt“. Trotz dieser Vorwürfe ist sich Sagmeister keiner Schuld bewusst: „Ich sehe keine Verfehlungen von unserer Seite.“ Adolf Schuch von der Südburgenländischen Regionalbahn ist Eigentümer der Strecke Oberwart-Oberschützen. Laut ihm warte „die Gleisbaufirma schon seit drei Jahren auf den Bescheid, weil ich noch Schulden bei ihnen habe und diese dann damit beglichen werden“. Die Frowos bezweifeln aber, dass „Schuch überhaupt die finanziellen Mittel hat, um die Kosten der Entsorgung zu tragen“.