Erstellt am 08. Mai 2013, 00:00

Granate gesprengt. Gefährlicher Fund / Jäger fanden bei Flurreinigung 8,8 Zentimeter große Panzergranate – sie wurde am nächsten Tag gesprengt.

 |  NOEN, zVg
Von Michael Pekovics

SCHANDORF / Nichts Böses ahnend machten sich vor Kurzem zahlreiche Schandorfer auf, um gemeinsam mit der Jägerschaft die Natur von weggeworfenem Müll zu befreien. Auf der Böschung eines Bachbetts machten dann aber Johann Kolonovits und Ex-Bürgermeister Josef Csencsics eine überraschende Entdeckung.

Versteckt zwischen Holzstauden lag nämlich eine 8,8 Zentimeter große Panzergranate. „Wir haben natürlich sofort die Polizeiinspektion Großpetersdorf verständigt“, erzählt Bürgermeister Werner Gabriel, der selbst bei der Flurreinigung dabei war. Laut ihm war die Situation nicht ungefährlich: „Wenn man nicht ganz genau geschaut hat, hat man die Granate nicht gesehen, weil sie denselben Farbton hatte wie der Boden.“ Gabriel vermutet, dass die Granate entweder angeschwemmt oder durch Ausputzarbeiten des Wasserbauamtes freigelegt wurde.“

Das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg wurde dann am nächsten Tag durch Entminungsspezialisten des Bundesheeres kontrolliert gesprengt, den dumpfen Knall hörte man bis in die rund 600 Meter entfernte Ortschaft. Laut Informationen der Experten könnten sich in der Umgebung weitere Granaten befinden. „Angeblich hat sich am Fundort eine Flakstellung befunden. Überhaupt dürften bei uns im Grenzgebiet mehr Granaten herum liegen“, mahnt Gabriel die Bevölkerung zur Vorsicht.