Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Großküche für Spitäler. GESUNDHEIT / Von Oberwart aus sollen nach der Generalsanierung auch Oberpullendorf und Güssing mitbeliefert werden.

OBERWART / Dass die Generalsanierung des Oberwarter Krankenhauses auch so manche Neuerungen mit sich bringen würde, lag auf der Hand. Vergangene Woche wurde bekannt, dass eine Zentralküche geplant ist, mit der auch die Krankenhäuser in Güssing und Oberpullendorf beliefert werden sollen. Landesrat Peter Rezar bestätigt: „Die Speisenversorgung wird in Form von ‚Cook & Chill‘ gemacht werden.“

Dabei wird Essen auf herkömmliche Weise zubereitet und dann innerhalb von 90 Minuten auf eine Temperatur von unter drei Grad Celsius gebracht. Unmittelbar vor der Ausgabe wird das Essen dann wieder erwärmt. Ein Vorteil dabei ist, dass die Bildung von Toxinen verhindert wird, weil der hygienisch bedenkliche Temperaturbereich zwischen zehn und 40 Grad schnell durchschritten wird. Das ist vor allem in Krankenhäuser oder Altenheimen von entscheidender Bedeutung.

Küchen in Güssing und  Oberpullendorf bleiben

Die Spitalsküchen in Güssing und Oberpullendorf bleiben aber in Betrieb, die Aufgaben aber ändern sich. Frühstück und kalte Mahlzeiten werden weiter direkt vor Ort zubereitet, Arbeitsplätze sollen laut Rezar keine verloren gehen. Einsparungspotenzial ergibt sich dadurch, dass die Küche in Oberpullendorf aufgrund der neuen Zentralküche in Oberwart nicht neu gebaut sondern nur renoviert werden muss. „Durch die Zentralküche werden Doppelgleisigkeiten verhindert und dadurch die Kosten gedämpft“, sieht Rezar einen Vorteil. Die Logistik sei laut ihm kein Problem: „Die Speisen werden tablettfertig von Oberwart nach Güssing und Oberpullendorf gebracht.“

Die Mitarbeiter in den Spitälern haben von den Plänen nur aus den Medien erfahren und sind nicht begeistert – Stellungnahmen wollten einige von ihnen gegenüber der BVZ aber keine abgeben. Kritische Stimmen aus den Krankenhäusern seien von der Leitung der KRAGES nicht erwünscht, hieß es.