Erstellt am 03. Juni 2015, 09:36

Landtag: Ist Doris Prohaska raus?. Noch ist ungewiss, wie die Koalition aussehen wird. Bis dahin wackelt ein SPÖ-Mandat im Bezirk - und Prohaska liegt bei den Vorzugsstimmen etwas zurück.

Muss sie bald hinter den Vorhang? Landtagsabgeordnete Doris Prohaska (SPÖ) bei der Stimmabgabe in ihrem Heimatort Kleinzicken. Foto: Vanessa Bruckner  |  NOEN, Vanessa Bruckner

Stimmverluste für die beiden Großparteien auch in der Marktgemeinde Großpetersdorf. Minus sieben Prozent für die SPÖ, fünf Prozent weniger für die ÖVP im Vergleich zu den Landtagswahlen 2010.

Ein bitteres Ergebnis, vor allem für SPÖ-Landtagsabgeordnete Doris Prohaska, gehört ihre Heimatgemeinde Kleinzicken doch zu Großpetersdorf.

Prohaska lässt Frage nach Zukunft offen

Jetzt muss Prohaska bis zur Regierungsbildung zittern, denn von allen SP-Landtagsabgeordneten erreichte sie mit 2.460 Vorzugsstimmen die wenigsten innerhalb ihres Wahlkreises. Nur wenn Helmut Bieler wieder in die Regierung kommt, ist sie wieder im Landtag.

Prohaska zum Wahlergebnis: „Die SPÖ hat in Großpetersdorf hervorragende Arbeit geleistet. Das Ergebnis hätte sonst, sieht man sich andere Gemeinden an, noch um einiges schlechter ausfallen können.“

Die Landtagsabgeordnete, die seit zwei Perioden im Amt ist, lässt die Frage nach einer beruflichen Zukunft außerhalb der Politik derweil offen. „Jetzt heißt es erst einmal abwarten, wie die Regierung überhaupt aussehen wird“, so Prohaska, die vor ihrer politischen Karriere als Lehrerin in der NMS Kohfidisch tätig war.

Tauss: „Das hätten wir nicht erwartet“

Prohaskas Parteikollege und Großpetersdorfs Bürgermeister, Wolfgang Tauss, (SPÖ) zum Wahlergebnis: „Das hätten wir so nicht erwartet. Am meisten hat mich der enorme Zugewinn der FPÖ überrascht. Ich bin überzeugt davon, dass wir von der SPÖ gute Arbeit leisten, aber offensichtlich müssen wir noch mehr auf die Wähler eingehen,“ so die klaren Worte des Oberhaupts der Gemeinde, der sich den Wahlausgang mit „Protestwählern“ erklärt.

Auch Großpetersdorfs Vizebürgermeister Gregor Hafner von der ÖVP muss ein Minus hinnehmen. Fünf Pozent weniger für seine Partei in seiner Heimatgemeinde.

Hafner sagt dazu: „Der Stimmenanteil der ÖVP hätte definitiv höher ausfallen können, aber unser Kandidat für den Landtag, Lukas Faulhammer, hat seine Sache gut gemacht. Wir von der ÖVP wollten einen jungen Kandidaten ins Rennen schicken und ihn dabei bestmöglich unterstützen. Das ist uns, so glaube ich, gelungen.“ Faulhammer erhielt 675 Vorzugsstimmen im Bezirk.