Erstellt am 18. Februar 2015, 06:55

von Michael Pekovics

Nach Osterfeuer: Strafe für Feuerwehr. Anonyme Anzeige bringt 100 Euro Strafe für Kommandant. Durchführung für 2015 ist fraglich, Gemeinde sucht Lösung.

Osterfeuer. Grundsätzlich ist das Verbrennen von biogenen Stoffen verboten. Ausnahmen sind Brauchtumsfeuer, allerdings nur dann, wenn die biogenen Stoffe trocken sind. In Großpetersdorf soll das nicht so gewesen sein.  |  NOEN, Pekovics
Mitten in der Faschingszeit trudelte bei Feuerwehrkommandant Oliver Class eine Strafverfügung der Bezirkshauptmannschaft ein.

Der Inhalt: Class muss als Kommandant 100 Euro Strafe zahlen, weil beim Osterfeuer 2014 „nicht ausschließlich trockenes biogenes Material, sondern auch … Holz und Ästen in grünem Zustand“ verheizt wurden.

Verärgerte Florianis ziehen Schluss-Strich

Einzahlen will der Kommandant die Strafe vorerst nicht, ein Rechtsanwalt wurde eingeschaltet. Für ihn ist aber fix, dass die Feuerwehr künftig kein Osterfeuer mehr veranstalten wird: „Eine Ermahnung hätte gereicht. Wie sollen wir denn kontrollieren, was alles abgeladen wird?“



Referatsleiter Johann Hochwarter verweist auf Fotos als Beweis, auf denen erkennbar ist, dass „grüne Äste“ verbrannt wurden: „Laut Gesetz ist das verboten. Wenn wir Anzeigen bekommen, dann prüfen wir das und entscheiden anhand der vorliegenden Dokumente.“

Oft werde auch die Polizei zu Feuern geschickt, um zu kontrollieren, ob alles ordnungsgemäß durchgeführt wird. 2014 gab es im Bezirk Oberwart drei Anzeigen wegen Osterfeuern.

Ortschef appelliert an die Bevölkerung

Bürgermeister Wolfgang Tauss will nun versuchen, das Osterfeuer in einer anderen Art und Weise zu veranstalten: „Wir wollen das Brauchtum auf jeden Fall erhalten, jetzt liegt es an uns, einen Weg zu finden.“

Tauss appelliert an die Bevölkerung, den Grünschnitt legal und kostenlos bei der Kompostieranlage von Hans Peter Werderitsch zu entsorgen.

Osterfeuer. Grundsätzlich ist das Verbrennen von biogenen Stoffen verboten. Ausnahmen sind Brauchtumsfeuer, allerdings nur dann, wenn die biogenen Stoffe trocken sind. In Großpetersdorf soll das nicht so gewesen sein.