Erstellt am 07. März 2012, 00:00

Großprojekt braucht Kleinarbeit. EXKLUSIV / Eigentümer lud zu Rundgang im Schloss Rotenturm ein: Zug um Zug wird das Juwel renoviert. Im Frühjahr wird mit Renovierung der Turmfassade begonnen.

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VON MICHAEL PEKOVICS

ROTENTURM / Still und leise gehen die Renovierungsarbeiten am Schloss Rotenturm voran. Durchaus passend zu Eigentümer Heinz Schinner – er möchte keinen Rummel um seine Person. Dennoch lud der vielseitige Wiener Geschäftsmann mit dem Schwerpunkt Immobilien die BVZ zu einem Rundgang durch sein Schloss ein, das er 2008 von der BELIG (Beteiligungs- und Liegenschaftsgmbh) gekauft hatte.

150.000 Euro pro Jahr,  Projekt ist auf Jahre angelegt

 

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Baustelle vor und im Schloss nicht von anderen. Erst bei genauerer Betrachtung zeigt sich, mit welch akribischem Aufwand die Renovierung vorgenommen wird: In mühevoller und zeitaufwendiger Handarbeit werden einzelne Bauteile restauriert. Schinner bedient sich dabei eines weitverzweigten Netzwerks: Neben seinem Sohn Georg gehen ihm bei der Restaurierung auch junge Historiker der Uni Wien und Spezialisten wie Steinmetze zur Hand. Und tatsächlich gibt es schon Räume, die beinahe vollständig wiederhergestellt sind.

Auf der Homepage www.schlossrotenturm.at , die die Renovierung dokumentiert und begleitet, heißt es: „Ziel ist es, die in den letzten 60 Jahren entstandenen Schäden zu beheben und das Gebäude in seinem alten Glanz wieder erstrahlen zu lassen.“ Bisher wurden über 120 Fenster gewechselt und eingesetzt, die Fassade in dreijähriger Arbeit zumindest teilweise erneuert und Decken eingezogen. Rund 150.000 Euro pro Jahr sind budgetiert, nach rund zehn Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein. Noch heuer wird mit der Renovierung der Turmfassade begonnen. www.schlossrotenturm.at