Erstellt am 06. Mai 2015, 08:48

von Vanessa Bruckner

Guger hilft in Nepal. Voller Einsatz / Rot-Kreuz-Mitarbeiter aus Rotenturm kümmert sich um Zusammenführung von Familien im Erdbeben-Krisengebiet.

Engagiert. Der gebürtige Rotenturmer Johannes Guger ist in Nepal und hilft vor Ort nach dem Erdbeben. Foto: zVg/Nadja Meister  |  NOEN, Nadja Meister

Er ist Experte, wenn es darum geht, Familien, die durch ein Unglück getrennt wurden, wieder zusammenzubringen. Johannes Guger stammt aus Rotenturm und ist seit einigen Tagen in Nepal im Einsatz. BVZ.at hatte vergangene Woche berichtet:

Die BVZ sprach mit dem 44-jährigen Familienvater wenige Stunden vor dem Abflug ins Katastrophengebiet. „Ich gehöre dem Internationalen Komitee des Roten Kreuz (IKRK) an und musste innerhalb von 24 Stunden einsatzbereit sein. Es ist mein erster Einsatz in Nepal und mein erster Aufenthalt in diesem Land.“

Das IKRK, für das Guger arbeitet, ist unter anderem darauf spezialisiert, Menschen zu finden, die in bewaffneten Konflikten oder nach Naturkatastrophen ihre Angehörigen verloren haben.

Johannes Guger weiß: „Das Erste, das Menschen bei einer Katastrophe machen, ist flüchten. Oft werden dabei Familien voneinander getrennt, Kinder verlieren im Chaos ihre Eltern. Wir sorgen dafür, dass sich diese Familienmitglieder wiederfinden.“

„Man weiß nie, was einen vor Ort erwartet“

Für die Suche setzen die Mitarbeiter des IKRK neben Satellitentelefonen auch Online-Datenbanken ein oder suchen in handgeschriebenen Listen von registrierten Personen in Notunterkünften.

Guger, der bereits nach dem Erdbeben in Haiti einen derartigen Einsatz absolviert hat, wird voraussichtlich einen Monat in Nepal verbringen.

Kurz vor seinem Abflug gestand er der BVZ: „Ich bin schon auch angespannt, denn man weiß nie, was einen nach so einer großen Katastrophe vor Ort wirklich erwartet. Allerdings überwiegt stets die Zuversicht, dass man helfen und in schweren Zeiten ein Hoffnungslicht für andere Menschen sein kann.“


Charity Event

Am Freitag, dem 22. Mai, steht das Dieselkino ab 19.30 Uhr im Zeichen von Nepal. Besucher erwarten Vorträge, Musik einer nepalesischen Folkloregruppe und ein Verkaufsstand. Alle Einnahmen gehen an die Erdbebenopfer – organisiert von Hans Goger.