Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Gute Kräfte bleiben aus. INDUSTRIE / Trotz Arbeitsmarktöffnung klagen Industriebetriebe im Burgenland weiterhin über fehlende Fachkräfte.

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Die Öffnung des Arbeitsmarktes mit 1. Mai ließ viele heimische Industriebetriebe auf gut ausgebildete Mitarbeiter aus den Nachbarländern hoffen. Dieser Wunsch hat sich jedoch nicht erfüllt. „Gut ausgebildete Mitarbeiter sind längst in Großbritannien oder sonst wo in guten Jobs“, so Manfred Gerger, Vizepräsident der Industriellenvereinigung Burgenland (IV).

Bewerber aus Ungarn  sprechen kaum Deutsch

Und jene Ungarn, die momentan hier auf Jobsuche seien, brächten leider maximal mittelmäßige Deutschkenntnisse mit, so Gerger weiter. Das bestätigt auch das AMS Burgenland, das seit 1. Mai mehr Anfragen von Arbeitskräften vor allem aus Ungarn verzeichnet. Diese Interessenten hätten zu 60 Prozent keine oder nur schwache Deutschkenntnisse.

Die Industriebetriebe suchen momentan vor allem HTL-Abgänger, Elektrotechniker und Schweißer. Alarm schlagen auch die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker. Schon bei der Lehrlingssuche herrscht großer Mangel an Nachwuchs, denn viele Jugendliche entscheiden sich dann doch für eine weitere schulische Laufbahn.

Laut aktueller IV-Konjunkturumfrage für das nächste Quartal sehen die Industriebetriebe momentan trotzdem recht zuversichtlich in die Zukunft. Die Geschäftslage hat sich gegenüber vorigem Quartal leicht verbessert, fast die Hälfte bezeichnet sie als steigend.