Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

Gym: Weltler-Müller im Amt. BESTELLUNG / Am 30. November wurde Ingrid Weltler-Müller mit der Leitung des Gymnasiums Oberschützen betraut. Damit hat die endlose Geschichte (vorläufig) ein Ende.

Sandra Steiner, Hans Niessl, Ingrid Weltler-Müller und Gerhard Resch (v.l.) bei der Übergabe des Dekrets an die neue Direktorin.ZVG  |  NOEN
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VON MICAHEL PEKOVICS

OBERSCHÜTZEN / Zwei Jahre hat es gedauert, bis der Direktorenposten am Gymnasium Oberschützen endlich fix vergeben wurde. Landeshauptmann Hans Niessl und Landesschulratspräsident Gerhard Resch übergaben Ingrid Weltler-Müller das Dekret und ernannten die Pädagogin damit zur neuen Schulleiterin.

Kritik von der ÖVP: „Wir  brauchen eine Reform“

 

Dieser Bestellung war viel Kritik voran gegangen, weil das vierstufige Bestellungsverfahren nur hauchdünn zugunsten Weltler-Müllers ausgegangen war. Der unterlegene Kandidat Franz Stangl kündigte den Gang zum Verwaltungsgerichtshof an. Direkt nach der Bestellung meldete sich dann auch die ÖVP in Person von Landesgeschäftsführer und Bildungssprecher Christian Sagartz zu Wort. Seine Forderung: „Parteipolitik muss aus der Bildung heraus gehalten werden.“ Das Verfahren sei von Anfang parteipolitisch motiviert gewesen und müsse auch dringend reformiert werden: „Das subjektive Hearing darf nicht ausschlaggebend sein“, argumentiert Sagartz. „Die objektivierbaren Teile müssen höher bewertet werden.“ Doch Landesschulratspräsident Gerhard Resch hatte immer wieder betont, dass „das burgenländische Verfahren eines der besten in Österreich ist und wir darum beneidet werden“.

Weltler-Müller ist damit seit vergangenem Donnerstag Chefin über 500 SchülerInnen und 60 Lehrkräften. Der erste Arbeitstag habe ihr Spaß gemacht, meinte sie. Sie wolle mit Stangl das Gespräch suchen: „Das Wichtigste ist jetzt, dass in der Schule Ruhe einkehrt.“ Das meint auch Stangl, der sich zur Causa „bis auf weiteres“ nicht mehr äußern möchte.