Erstellt am 07. April 2016, 04:34

von NÖN Redaktion

Hamed Abboud: So geht Integration. Die Geschichte des 29-jährigen Syrers Hamed Abboud ist beispielhaft für erfolgreiche Integration. Jetzt hilft er anderen. Eine Erfolgsgeschichte.

Hamed Abboud ist 29 Jahre alt und plant derzeit den Abschluss seines Studiums an der FH Eisenstadt.  |  NOEN, zvg

Hamed Abboud ist 29 Jahre alt und aus Syrien. Er hat fünf Jahre Telekommunikation studiert, konnte es kriegsbedingt aber nicht abschließen. Er machte sich auf die Reise: Über Ägypten und die Türkei gelangte er nach Österreich.

Er verbrachte fast ein Jahr im Asylquartier in Aschau und half schon dort immer als Übersetzer – damals auf Englisch –, um die Kommunikation mit seinen Landsleuten zu ermöglichen. Deutsch lernte er hauptsächlich online als Autodidakt.

Gedichte-Schreiben und Unterricht

Dann bekam er seinen positiven Bescheid und wurde von Österreich als Flüchtling anerkannt. Jetzt lebt er in Oberschützen, nimmt an einem Programm der FH Pinkafeld teil und will so bald wie möglich seine Deutschprüfung auf dem Niveau B2 ablegen, um dann an der FH Eisenstadt sein Studium abschließen zu können.

Und was macht er in der Zwischenzeit? Er schreibt Gedichte, lernt fleißig die deutsche Sprache und bringt seinen Landsleuten in Pinkafeld Alphabet und Grundkenntnisse der deutschen Sprache näher.

Im BIP lauschen alle gespannt seinen Ausführungen und freuen sich, wenn sie erste Sätze bilden können, auf Fragen die richtige Antwort wissen, und Laute, die ihnen fremd sind, richtig aussprechen.

Dazwischen gibt es immer wieder Termine, wo Hamed Landsleute zum AMS oder Sozialamt begleitet, außerdem leitet er einen Arabischkurs i und ist stellvertretender Obmann des Vereins „Miteinander in Oberschützen“, der sich um alle sozial benachteiligten Bürger der Großgemeinde kümmert. Er hat Freunde und ist integriert. Er ist eine Erfolgsgeschichte – und von denen sollte es mehr geben.