Erstellt am 24. April 2013, 00:00

Hausverbot im Gym. Unerwünschte Person / Wolfgang Salzer, ehemaliger Pädagoge am Gymnasium Oberschützen, darf das Gebäude nicht betreten.

Von Michael Pekovics

OBERSCHÜTZEN / Auch wenn Direktorin Ingrid Weltler-Müller seit 1. Jänner 2011 als Schulleiterin eingesetzt wurde, findet die endlos anmutende Geschichte rund um das Bestellungsverfahren kein Ende. Wie berichtet, hatte Weltler-Müller nur knapp den Vorzug vor Franz Stangl bekommen. Nun wurde bekannt, dass Wolfgang Salzer, pensionierter Ex-Lehrer am Gymnasium und einer der größten Befürworter von Stangl, die Schule nicht mehr betreten darf. Weltler-Müller teilte Salzer nämlich in einem E-Mail vom 13. Dezember 2011 mit, dass er in der Schule nicht mehr erwünscht sei. Der Grund: Salzer habe eine „tiefe Spaltung des Lehrkörpers verursacht, daher seien weitere Provokationen durch seine Anwesenheit in der Schule unerträglich“.

Von der BVZ mit diesem von ihr ausgesprochenen Hausverbot konfrontiert, wollte Weltler-Müller nichts sagen. Informiert ist aber auch Gerhard Resch, geschäftsführender Präsident des Landesschulrates. „Salzer ist eine schulfremde Person, er hat in der Schule nichts zu suchen und hat schon mehr als genug Unfrieden gebracht. Wenn ihm die Schule ein Anliegen ist, dann soll er aufhören, Wirbel zu machen.“ Salzer selbst ist das Hausverbot vor allem deshalb ein Dorn im Auge, weil er sich gerne weiter für die Schule engagieren möchte: „Sei es im ‚Verein der Freunde des Gymnasiums‘ oder die Betreuung oder Erweiterung der DVD-Sammlung, die ich im Laufe meiner 41-jährigen Dienstzeit aufgebaut habe. Außerdem würde ich gerne wieder im Musikensemble mitspielen, das existiert ja seit meinem Ausscheiden nicht mehr.“

Zusätzlich gibt es einen offener Brief von Gerwald Becha, Vorsitzender der FCG-Fraktion, worin Weltler-Müller gebeten wird, die Maßnahme zu überdenken, weil „37 Kollegen das Hausverbot ebenfalls als ungerechtfertigt ansehen“.