Erstellt am 30. Januar 2016, 09:50

von Michael Pekovics

Herzlicher Empfang für neuen Minister Doskozil. Hans Peter Doskozil wurde am Freitagabend in seiner Heimatgemeinde Grafenschachen empfangen. Dabei viel zititiert: Seine Rolle des Verteidigers beim SV Kroisegg - mit einem Schönheitsfehler.

 |  NOEN, Pekovics

Den Schmäh ließ keiner der Redner beim Empfang von Neo-Verteidigungs- und Sportminister Hans Peter Doskozil aus: "So wie du als Verteidiger beim SV Kroisegg Tore verhindert hast, so sollst du jetzt auch unser Land schützen." Wusste doch jeder aus dem BVZ Artikel der Vorwoche, dass Doskozil aktives Mitgliedes des Kroisegger Sportvereins war. "Aber nur für ein Spiel und das nur als Ersatz - dafür aber gleich beim Herbstmeistertitel", wie Doskozil in seiner Rede klarstellte.

Schon damals hatte der Neo-Minister also ein gutes Gespür für große Gelegenheiten. Mit 18 Jahren bewies er auch schon Entscheidungsfreudigkeit mit einem Entschluss, den seine Eltern nicht gefreut haben dürften - er legte sein Waldhorn, das er in der Stadtkapelle Pinkafeld geblasen hatte, zur Seite: "Am ersten Tag, als ich selbst entscheiden konnte", schmunzelte Doskozil in Richtung seiner anwesenden Eltern.

Die waren natürlich auch gekommen, zum großen Empfang am Hauptplatz von Grafenschachen. Begrüßt von den Vereinen seines Ortsteils Kroisegg, wo er früher als Verwalter der Feuerwehr und Mitglied des Verschönerungsvereins aktiv war, schritt Doskozil flankiert von Landeshauptmann Hans Niessl und den SPÖ-Landesräten unter großem Applaus über den Platz vorm Gasthaus Putz. Musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Pinkafeld und moderiert von Amtsleiter Jürgen Pöll erzählten die Redner - angefangen von Bürgermeister Richard Loidl bis hin zu Landeshauptmann Hans Niessl - von persönlichen Erlebnissen mit dem neuen Minister.

Niessl konnte es sich da nicht verkneifen, aus Doskozils Zeit als sein Büroleiter zu erzählen: "Er war immer ein Grüner", verwies der "violette" Landeshauptmann auf die sportliche Rivalität der beiden, nur um dann auch gleich die erste Forderung an den neuen Sportminister in den Raum zu stellen: Die Leichtathletikanlage in Pinkafeld sei schließlich schon länger sanierungsbedürftig, da könne er doch in Zukunft sicher etwas machen.

Doskozil, der von Landesrat Helmut Bieler als "jener Mann" begrüßt wurde, der "die Trendwende für die SPÖ einleiten soll", bedankte sich in seiner Rede für die Glückwünsche und sprach von den großen Herausforderungen die nun auf ihn zukommen werden. Im Anschluss an den offiziellen Teil erhielt Doskozil zahlreiche Glückwünsche und Geschenke von Freunden, Bekannten und Weggefährten. Und natürlich standen dann jede Menge Erinnerungsfotos auf dem Programm.