Erstellt am 12. November 2015, 09:33

von Werner Müllner und Eva-Maria Leeb

Hilfe für die jüngsten Flüchtlinge. SOS Kinderdorf startet im Nord- und Südburgenland ein Projekt für jeweils 15 unbegleitete Jugendliche. Im Landessüden ist das Kinderdorf in Pinkafeld zuständig.

HLW-Schülerinnen übergaben Spende. Doris Fink, Direktor Harald Zapfel, Nicole Kroisleitner, Lisa Wappel, Kathleen Kohwalter, Marek Zeliska und Eduard Posch (v.l.). Foto: zVg  |  NOEN, zVg
In Pinkafeld werden demnächst 15 unbegleitete minderjährige männliche Flüchtlinge in einem Projekt des SOS Kinderdorfs untergebracht.

„Ihnen die Hilfe zur Selbsthilfe lernen“

„Die Jugendlichen werden sieben Tage in der Woche, 24 Stunden lang betreut“, erklärt Projektleiter Markus Franz Balogh.

Die Jugendlichen sind im Alter von 12 bis 17 Jahren. Ihnen soll so geholfen werden, dass sie im Alter von 17/18 Jahren wieder ausziehen können und auf eigenen Beinen stehen können. Balogh erklärt: „Das Wichtigste ist, dass wir ihnen die Hilfe zur Selbsthilfe lernen.“

Die Burschen werden deshalb nicht in anderen Massenquartieren untergebracht, weil „Kinder und Jugendliche andere, spezielle Betreuung benötigen“, erklärt Balogh. Die unbegleiteten Minderjährigen werden in einem Haus in der Nähe des Kinderdorfes untergebracht, welches eigens dafür angemietet wurde.

HLW-Schülerinnen unterstützen Projekt

Finanziert wird das Projekt mit der Grundversorgung (76 Euro/Tag) und Spenden, erklärt man vonseiten des Kinderdorfes. Laut Schätzungen gibt es in Österreich derzeit rund 4.000 unbegleitete Jugendliche, mehr als die Hälfte davon sind ohne Betreuung.

Die HLW-Schülerinnen Lisa Wappel, Doris Fink, Kathleen Kohwalter und Nicole Kroisleitner haben im Rahmen einer Projektarbeit ein Benefizkonzert zugunsten des SOS-Kinderdorfes veranstaltet, um die Unterbringung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zu unterstützen. Die Schülerinnen freuten sich, dem SOS-Kinderdorf Pinkafeld 1.100 Euro überreichen zu können.

Auch die BVZ Eisenstadt berichtet: