Erstellt am 11. Mai 2016, 06:04

von Carina Ganster

Hilfe für Obstbauern nach Frostschäden. Politik arbeiten nach den immensen Frostschäden an einer Lösung für die existenzbedrohten Landwirte. Unter anderem sind Subventionen für Versicherungen geplant.

Während die Obstbauern um ihre Existenz zittern, nutzten auch die Milchbauern (Bild) die Gelegenheit, das Gespräch mit Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter zu suchen. Foto: Ganster  |  NOEN, Ganster

Zwei Wochen nach den schweren Frostschäden wird das Schadensausmaß in der Landwirtschaft schön langsam sichtbar. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter und Agrarlandesrätin Verena Dunst machten sich bei einem Lokalaugenschein im Apfeldorf Kukmirn ein Bild der Lage und versuchten, den um die Existenz zitternden Obstbauern, ein klares Signal zu senden, dass geholfen wird.

„Schaden auf rund 150 Millionen Euro geschätzt“

Teilweise rechnen die Obstbauern mit Ernteausfällen bis zu 100 Prozent, vor allem bei Äpfel, Birnen und Marillen ist der Schaden enorm. Das größte Problem ist, dass fast keiner von den Obstbauern versichert ist. Im Fall von Steinobst gibt es nämlich gar keine Versicherung gegen Frostschäden.

Bei Kernobst ist sie, mangels staatlicher Unterstützung, für die Landwirte zu teuer. Anders ist das beim Weinbau, denn da übernehmen Bund und Land die Hälfte der Kosten für die Versicherung.

„Wir können nicht alles ausgleichen, lassen die Bauern in dieser schwierigen Phase aber nicht allein“, erklärte Rupprechter. „Im Burgenland wird der Schaden auf rund 150 Millionen Euro geschätzt“, sagt Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger.

Für Betriebe, die vor dem Aus stehen, werde es eine Sonderhilfe geben, kündigte Agrarlandesrätin Verena Dunst an. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Langfristig will die Politik erreichen, dass sich mehr Landwirte gegen Ernteausfälle versichern. Das wird aber nur mit Hilfe von Unterstützung durch die öffentliche Hand möglich sein.