Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

Hochspannung vor dem Stichwahl-Duell. Knappes Rennen erwartet / Bleibt Gerhard Pongracz (SPÖ) Stadtchef oder wird er von Herausforderer Georg Rosner (ÖVP) abgelöst?

Von Michael Pekovics

OBERWART / Wer wird der Bürgermeister der Bezirkshauptstadt? Kaum eine Frage beschäftigte die politischen Beobachter in den vergangenen Wochen so sehr wie jene. Die Ausgangslage ist klar: Der amtierende Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ) erhielt im ersten Durchgang um 46 Stimmen weniger als sein Herausforderer Georg Rosner (ÖVP). Die Stichwahl wird wohl durch die Wähler von FPÖ-Landtagsabgeordneter Ilse Benkö entschieden – insgesamt 611 Stimmen sind zu holen. Nicht zu vernachlässigen sind auch die rund 231 ungültig abgegebenen Stimmen bei der Bürgermeisterwahl am 7. Oktober.

Pongracz und Rosner 

Derzeit sind beide Kandidaten mit Hausbesuchen beschäftigt, um noch die letzten und vielleicht entscheidenden Stimmen einzusammeln. Sowohl Pongracz als auch Rosner sind „zuversichtlich“, was den Ausgang der Wahl zu ihren Gunsten betrifft. „Der Denkzettel und die Watsch?n, die ich am 7. Oktober bekommen habe, hat gesessen“, sagt Pongracz im Gespräch mit der BVZ. „Das nehme ich zur Kenntnis – aber jetzt heißt es nach vorne schauen: Schließlich bin ich mit Leib und Seele Bürgermeister und vertraue auf meine Stärken, dann kann am Sonntag nicht viel schief gehen.“

Ähnlich Rosner, der „bei Hausbesuchen spürt, wie gut die Stimmung für mich ist. Die Menschen sind mir gegenüber sehr herzlich“. In den Gesprächen mit seinen potenziellen Wählern hört Rosner oft ein Thema: „Die Bahn wird immer wieder angesprochen, das ist den Menschen sehr wichtig.“ Zu verlieren habe er jedenfalls nichts, sagt Rosner: „Nach dem Erfolg am 7. Oktober kann ich nur mehr gewinnen. Mir ist wichtig, dass der Wahlkampf sehr fair verlaufen ist und wir uns nach dem kommenden Sonntag weiterhin ohne schlechtes Gewissen in die Augen schauen können.“

Die Wahllokale in Oberwart haben von 7 bis 16 Uhr geöffnet (siehe Infobox oben rechts).