Erstellt am 16. Mai 2012, 00:00

Hoffnung für die „Frowos“. MUSEUMSBAHN / Bahnfreunde legen Finanzierungsmodell vor und wollen Strecke von der SRB kaufen. Bezirkshauptmannschaft hat reagiert und fordert Stellungnahme.

VON MICHAEL PEKOVICS

REGION / Seit 1. Mai steht der Betrieb der Museusmbahn zwischen Oberschützen und Oberwart still (die BVZ berichtete). Hintergrund ist, dass die BH die Betriebsbewilligung für die Strecke nicht verlängerte. Unter anderem auch deswegen, weil zeitgleich ein Antrag der SRB (Südburgenländische Regionalbahn) auf Rückbau der Strecke vorliegt.

Nun gibt es aber wieder Hoffnung für die „Frowos“, die „Freunde der Bahnlinie Oberwart-Oberschützen“. „Es gab zahlreiche Reaktionen, die Situation stößt durchwegs auf Unverständnis. Seit vergangener Woche sind mehr als hundert E-Mails eingegangen, sogar aus Deutschland erreichten uns Anfragen, ob und wie man uns helfen könne“, erzählt Betriebsleiter Christian Schuller.

BH setzt dem Verein  eine Frist von 14 Tagen

Auch die Bezirkshauptmannschaft hat sich mittlerweile bewegt. „Wir haben dem Verein eine Frist von 14 Tagen gesetzt. Bis dahin müssen sie einen Vertrag vorlegen, wo ersichtlich ist, dass sie über die Strecke verfügungsberechtigt sind“, erklärt Christine Bajlicz, zuständige Mitarbeiter der BH. Schuller kontert: „Den Nachweis haben wir bereits erbracht. Aber gut, der nächste Brief an die BH geht über unseren Anwalt.“ Außerdem sei laut Schuller die Frage der Verfügungsberechtigung irrelevant: „Das steht in keinem Gesetz, den Nachweis können wir trotzdem erbringen.“

Der Betriebsleiter wünscht sich „irgendeine Entscheidung, dann können wir wenigstens dagegen berufen“. Und das wird auch notwendig sein, denn wie Bajlicz gegenüber der BVZ meinte, könne sie sich nur schwer vorstellen, dass der Antrag der „Frowos“ positiv entschieden werde: „Weil es ja auch den Antrag auf Auflassung der Bahn gibt.“ Die Bahnfreunde haben trotz des schwebenden Verfahrens dennoch mit den Instandhaltungsarbeiten an der Strecke begonnen. „Damit die Strecke befahrbar ist und wir im Fall des Falles sofort fahren können – wir verlieren schließlich Fahrgäste und damit Einnahmen.“

Und noch ein weiterer Hoffnungsschimmer hat sich in den vergangenen zwei Wochen am Horizont aufgetan: Laut Schuller habe sich ein privater Sponsor gemeldet, der bereit ist, eine Bankgarantie in der Höhe von 300.000 Euro zu hinterlegen. Damit könnten die „Frowos“ der SRB die Strecke abkaufen, die mit dem Rückbau ebendiese Summe lukrieren will.