Erstellt am 13. November 2013, 23:59

von Vanessa Bruckner

Horrende Rechnung. Kurios / Pensionistin erhielt Festnetzrechnung über 500 Euro und sollte für Anrufe bezahlen, die sie nie geführt hatte.

Von Vanessa Bruckner

BEZIRK / „Der Betrag über 510 Euro wird von ihrem Konto abgebucht“. Angesichts der geforderten Summe von ihrem Telekomanbieter blieb einer Frau aus dem Bezirk fast das Herz stehen.

„Normalerweise bezahle ich maximal 40 Euro pro Monat für meine Festnetz-Telefonate. Ich habe dann sofort beim Anbieter angerufen und erklärt, dass diese Summe nicht stimmen kann“, erzählt die Südburgenländerin.

Rechts-Odysee: „Musste unzählige Telefonate führen“

Was folgte, war eine monatelange Odyssee im Streit um ihr Recht als Konsumentin. „Eine Angestellte des Netzanbieters meinte beim ersten Telefonat noch, dass ihr die Summe auch horrend hoch vorgekommen sei. Trotzdem musste ich unzählige Telefonate führen, Stunden an Zeit investieren und letztendlich sogar eine Anzeige wegen Betruges bei der Polizei machen, um zu meinem Recht und Geld zu kommen.“

Kurios: der Pensionistin wurden vom Anbieter unter anderem fünf Telefonate innerhalb ein und derselben Sekunde verrechnet.

Anbieter: „Fehler im System"

Mittlerweile hat die Dame den Betrag, der ihr zu viel in Rechnung gestellt wurde, wieder auf ihrem Konto. „Der Anbieter hat sich in einem Schreiben entschuldigt. Laut deren Aussage kam die horrende Summe aufgrund eines Systemfehlers zustande.“

Was der Südburgenländerin passierte, ist aber kein Einzelfall. Christian Kroisser vom Konsumentenschutz Burgenland informiert über die Rechte und Möglichkeiten, die man dann hat.

„Sollte die Telefonrechnung überraschend hoch sein oder Positionen enthalten, die nicht erklärbar sind, so sollte die Rechnung umgehend schriftlich beim Betreiber beeinsprucht werden. Mancher Irrtum kann auf diese Weise schon ausgeräumt werden. Reicht dies aber nicht zur Klärung im Sinne des Konsumenten, so kann die Angelegenheit der Schlichtungsstelle der RTR (Rundfunk- und Telekom-Regulierung) vorgelegt werden.“

Selbstverständlich kann in diesen Fällen bei den Konsumentenberatungseinrichtungen Rat eingeholt werden. „Gerade in diesem Bereich sind wir oft mit Konsumentenanfragen konfrontiert.“ Die Schlichtungsstelle kann rasch über www.rtr.at informiert werden, dort findet man auch eine detaillierte Schilderung der Konfliktlösungen über die RTR.