Erstellt am 13. Mai 2015, 07:00

von Michael Pekovics

Hund: Tod durch Gift. Hündin starb nach Spaziergang in der Oberen Hochstraße. Halterin will nun andere Tierbesitzer warnen.

Qualvoll verendet. Die neunjährige Arietta starb in der Vorwoche, nachdem sie Gift gefressen hatte.  |  NOEN, Pekovics
Für Hundehalterin Sonja Hofer wird das erste Maiwochenende des heurigen Jahres immer in trauriger Erinnerung bleiben: In der Vorwoche verlor sie ihre neunjährige Hündin Arietta.

„War mit Sicherheit ein starkes Gift“

Laut Tierarzt Wilhelm Baldasti muss ein starkes Gift wie Schneckenkorn oder ein Spritzmittel für den Tod des Tieres verantwortlich gewesen sein: „Sie war kerngesund und ist noch fröhlich herum gelaufen. Dann hat sich laut Angaben der Halterin ihr Zustand innerhalb von nur 30 Minuten stark verschlechtert, Arietta wurde sofort zu mir gebracht.“

Aber auch der Tierarzt konnte nicht mehr helfen, eine weitere halbe Stunde später war die mittlerweile von Krämpfen geschüttelte Hündin tot. „Das war mit Sicherheit ein starkes Gift, sonst wäre es nicht so schnell gegangen“, sagt Baldasti.

Tierarzt schließt Rattengift aus

Rattengift komme für ihn nicht infrage, weil die Symptome andere wären. Aufgrund der Jahreszeit tippt er auf Schneckenkorn: „Aber sicher nicht nur einzelne Körner, da muss irgendwo mehr davon herum gelegen sein.“

Dass die Vergiftung böswillig herbei geführt wurde, schließt Baldasti aus: „Dafür haben wir keinerlei Hinweise.“ Vergiftungen durch Schneckenkorn kommen jedoch öfter vor, auch wenn dieser Fall der erste im heurigen Jahr ist.

„Egal, ob es sich um dieses oder um ein anderes Gift gehandelt hat, ich will Eltern, die ihre Kinder alleine draußen spielen lassen, und Hundehalter warnen“, sagt die Hundehalterin. Sie ist der Meinung, dass das Gift von einer Privatperson gestreut wurde: „Ich habe mich beim Hausmeister erkundigt, aber von ihm wurde nichts ausgestreut.“

Sonja Hofer vermutet, dass ihre Arietta vielleicht Mardergift zu sich genommen hat: „Deren Population hat zuletzt stark zugenommen, vielleicht wollte da eine Privatperson von sich aus aktiv werden.“ Hofer rät allen Menschen, die rund um die Obere Hochstraße unterwegs sind, zu Vorsicht: „Aufpassen ist besser als nachtrauern.“