Erstellt am 20. August 2014, 11:31

von Michael Pekovics

Schuss auf Hund. In Goberling wurde in der Vorwoche ein Hund angeschossen. Das Tier ist wohlauf, die Polizei sucht nach Hinweisen.

Glück im Unglück. Das Projektil des Floberts schlug im rechten hintern Oberschenkel des Tiers ein und verfehlte den Ischiasnerv nur knapp. Tierarzt Thomas Neudecker operierte Szofi am Samstag.  |  NOEN, Pekovics

Grausames Schussattentat in der Vorwoche in Goberling. Die neunjährige Magyar Vizsla-Hündin (ungarische Jagdhunderasse) Szofi wurde im Ortsgebiet von einem unbekannten Täter am rechten hinteren Oberschenkel angeschossen und von einem Jäger gefunden.

„Beinahe ein Durchschuss"

„Sie stand unter Schock, blutete stark und wollte sich zuerst gar nicht helfen lassen“, erzählt die Halterin im Gespräch mit der BVZ. Zunächst war gar nicht ersichtlich, dass es sich um eine Schussverletzung handelt.

Erst die Untersuchung durch Tierarzt Thomas Neudecker am Samstag, einen Tag nach dem Vorfall, brachte Gewissheit: „Beinahe ein Durchschuss, hätte das Projektil den Ischiasnerv erwischt, hätte ich den Hinterlauf amputieren müssen“, sagt Neudecker, der das Schussattentat auf Szofi bei der Polizei angezeigt hat. Der Tierarzt schließt aus, dass es sich beim Schützen um einen Jäger handelt: „Die verwenden keinen Flobert.“

Vorfälle wie dieser sind kein Einzelfall, allein Neudecker behandelt pro Jahr bis zu fünf ähnliche Schussverletzungen in seiner Praxis. „Den Tätern dürfte gar nicht bewusst sein, dass das Strafausmaß bei schwerer Tierquälerei bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe beträgt“, so der erfahrene Tierarzt.

Im Fall von Goberling ermittelt nun die Polizei von Bad Tatzmannsdorf und bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung (vertraulich, bei jeder Polizeidienststelle möglich).