Erstellt am 31. Juli 2013, 00:00

Imre will Honorar. Knochen in Wohnung / Gert Dieter Imre stellte für die Bergung der menschlichen Überreste 1.300 Euro-Honorarnote an die Pfarre.

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Von Michael Pekovics

OBERWART, GAAS / Der Fall jenes 47-jährigen Hobbyhistorikers Gert Dieter Imre, der menschliche Überreste aus dem Gebeinhaus der Wallfahrtskirche Maria Weinberg (Gaas) entfernt und zu Hause in seinem Privatmuseum ausgestellt hatte, zieht weitere Kreise (die BVZ berichtete).

Am Montag dieser Woche erhielt Karl Schlögl, Pfarrer von Eberau, von Imre einen eingeschriebenen Brief. Der Inhalt: Der Hobbyhistoriker stellt für seine Leistungen (Bergung, Bestandsaufnahme, Katalogisierung, Restaurierung, Aufräumarbeiten) einen Betrag von 1.300 Euro in Rechnung. „Ich möchte damit meine Ehrenhaftigkeit in dieser Sache unterstreichen“, sagt Imre im Gespräch mit der BVZ. „Schließlich habe ich zwei Tage und zwei Nächte gebraucht, um die Totenköpfe zu restaurieren. Das Geld wolle er "karitativen Zwecken spenden", sagt der 47-Jährige.“

Schlögl will jetzt mit der Diözese Kontakt aufnehmen, um zu klären, wie er sich verhalten soll. „Zahlen werden wir das aber nicht, da nehmen wir uns vorher einen Anwalt“, sagt der Geistliche, der betont, dass „die Gebeine nicht wie berichtet unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sondern in kleinem Rahmen und in aller Stille und Würde beigesetzt wurden“.

Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft gibt es derzeit noch keine Anklage, weil der endgültige Bericht der Polizei noch nicht vorliegt.

Richtigstellungen:

Mesner Alois Supper bestreitet, beim Abtransport der Gebeine mitgeholfen zu haben. „Imre hat mich getäuscht, ich dachte, er hätte eine Genehmigung dafür“, sagt Supper.