Erstellt am 17. November 2010, 09:31

inform: Gemeinde stellt jetzt die ersten Weichen. STADTRAT / Josef Kinzl wird künftig als TPO- und inform-Geschäftsführer eine wichtigere Rolle in der Stadt spielen.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Auch wenn die aktuell wichtigste und drängendste Entscheidung der Verantwortlichen der Stadtgemeinde noch aussteht – die Nachfolge von informevents-Geschäftsführer Thomas Linzer ist nun einmal geklärt. Nach der Diskussion im Stadtrat am Dienstag der Vorwoche fand am Freitag die Eigentümersitzung statt (die BVZ berichtete). Dort wurde SPÖ-Gemeinderat Josef Kinzl zum neuen informevents-Geschäftsführer bestellt. Damit hat Kinzl neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des TPO (Technologiepark Oberwart) ein weiteres für die Entwicklung der Stadt wichtiges Aufgabengebiet. Die Bestellung erfolgte mit vier Stimmen der SPÖ, die drei ÖVP-Stadträte enthielten sich.

„Interessante und spannende  Herausforderung für mich“

Kinzl freut sich auf „eine interessante und spannende Zukunft sowie die Herausforderung“. Gedanklich habe er sich schon länger mit der Aufgabe beschäftigt, jetzt „geht es darum, einen Betreiber für den Standort zu finden“. Laut Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ) gibt es aktuell fünf Angebote. „Diese werden nun von Kinzl bewertet, in einer Eigentümersitzung besprochen und dann dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt.“ Bis zur nächsten Sitzung (Anmerkung: voraussichtlich am 24. November) wird sich das aber nicht ausgehen. Pongracz: „Der Beschluss erfolgt im Dezember.“ Reichlich knapp, will man die Automesse Motomotion im Frühjahr wie geplant über die Bühne bringen.

Motomotion ja oder nein?  „Müssen Eigentümer sagen“

„Das müssen die Eigentümer entscheiden, ob die Motomotion stattfinden soll, oder nicht“, meint Kinzl. „Ich selbst bin nur ausführendes Organ.“ Aber auch er pocht auf eine rasche Entscheidung seitens der Verantwortlichen: „Wir müssten die Uhr eigentlich von 12 auf 11 Uhr zurück stellen.“ Ähnlich ÖVP-Vizebürgermeister Georg Rosner, der meint: „Von den fünf Bewerbern sind meiner Meinung nach drei ernsthafte dabei. Die müssen aber wissen, welchen Zeitplan die Stadtgemeinde hat, damit sie sich darauf einstellen können.“

Auch wenn es eigentlich nicht in seinem Aufgabenbereich liegt, hätte Kinzl dennoch einige Ideen, wie sich der Messestandort in Zukunft ausrichten könnte. „Meine Meinung ist: wir sollten in Richtung mehr Regionalität gehen“, erzählt Kinzl und nennt als Stichworte: „Wohlfühlland, erneuerbare Energie und Weinland – das wären drei Ansätze, über die es sich nachzudenken lohnt.“ Auf die Frage, ob sein in zwei Jahren möglicher Pensionsantritt – der übrigens genau mit der Dauer der Mietvereinbarung mit der Mona und dem Auslaufen des Vertrages mit der Burgenlandmesse zusammenfällt – seine Motivation behindern könnte, meint Kinzl: „Man sollte das biologische Alter nicht mit dem beruflichen verwechseln.“

Betreiber noch offen. Auch wenn Josef Kinzl als neuer informevents-Geschäftsführer bestellt wurde – wie es mit der Messe weiter geht, ist weiter fraglich. Diese Entscheidung müssen die Eigentümer treffen.

Josef Kinzl ist ab sofort in einer Doppelfunktion tätig: als TPO- und informevents-Geschäftsführer.

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