Oberwart

Erstellt am 05. Oktober 2016, 05:50

von Michael Pekovics

„H2“: Zweites Hochhaus für Oberwart?. Projekt von OSG und BPM sorgt für Diskussionen. Für Umsetzung müsste Stadt Bebauungsrichtlinien ändern.

Denkt man an die Bezirkshauptstadt, dann kommt einem beinahe unweigerlich das Bild des Hochhauses bei der Ampel im Zentrum in den Sinn. Geht es nach den Plänen der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) und Gerald Guttmann (BPM - Bauprojektmanagement), so könnte bis zum Jahr 2020 ein zweites Hochaus die „Skyline“ von Oberwart prägen.

Nämlich schräg gegenüber des bestehenden, 14 Stockwerke hohen Hochhauses – im ehemaligen „Seper-Haus“ – soll das „H2“ mit zwei plus acht Stockwerken entstehen.

Das Projekt vom Lokal „Die Bank“ aus gesehen. Foto: zVg/OSG, BPM  |  zVg/OSG, BPM

Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg. Nach der Präsentation im Stadtrat, der bereits vor zwei Wochen „grünes Licht“ gegeben hatte, wurde das Projekt gestern, Dienstag, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Uns interessiert zunächst die öffentliche Meinung und was die Bevölkerung zu unserem Projekt ‚H2’ sagt“, sagt OSG-Chef Alfred Kollar. Deshalb werde eine breite öffentliche Diskussion gestartet, auch in den sozialen Medien wie facebook. „Wir sind schon gespannt, was dabei rauskommt. Natürlich wird es Diskussionen geben, dessen sind wir uns bewusst und freuen uns darauf“, sagt Gerald Guttmann im Gespräch mit der BVZ.

2016 wird diskutiert, 2017 geplant – vielleicht

Und Kollar betont: „Heuer wird diskutiert, wenn die Mehrheit sagt, so etwas wollen wir in Oberwart, dann fangen wir 2017 mit der Planung, Projektierung und Ausschreibung an.“

Bevor es aber soweit wäre, müsste die Stadtgemeinde ihre Bebauungsrichtlinien ändern. Derzeit sind in diesem Bereich nämlich nur Bauwerke in der Höhe von maximal fünf Stockwerken möglich (Erdgeschoss plus vier).

Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) begrüßt das Projekt „H2“ jedenfalls: „Nach der eingehenden Diskussion mit der Bevölkerung und den Anrainern werden wir uns im Gemeinderat gemeinsam mit dem Land um eine Lösung bemühen. Mir ist wichtig, dass die Bürger in das Projekt ‚H2’ mit eingebunden werden.“

Bei der Ansicht aus der Bahnhofstraße „verschwindet“ das Projekt teilweise hinter den Bäumen des Stadtparks. Fotos: zVg/OSG, BPM  |  zVg/OSG, BPM