Erstellt am 19. Dezember 2012, 00:00

„Inspektor DNA“. Ermittlungen erfolgreich / Spuren am Tatort überführten 47-jährigen Österreicher. Er versuchte Schaden von mehr als 30.000 Euro.

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Von Michael Pekovics

OBERWART, PINKAFELD / Von Dezember 2011 bis Mai 2012 hielten mehrere Einbrüche in Schulen und Internaten die Polizeibeamten von Oberwart und Pinkafeld auf Trab. Insgesamt wurde 16 Mal eingebrochen – nun wurden die mutmaßlichen Täter ausgeforscht. „Die Vorgangsweise bei den Einbruchsdiebstählen war immer dieselbe“, erzählt Chefinspektor und Leiter des Kriminaldienstes in Oberwart Fritz Wurglits. Vor allem Schulen und Internatsgebäude in Oberwart und Pinkafeld waren betroffen, das Ziel waren immer Kaffee-, Getränke- oder Süßwarenautomaten, die aufgebrochen wurden.

Schaden beläuft sich 

 

Um den Tätern auf die Schliche zu kommen, wurde sogar der Dienstplan der Polizeiinspektion Pinkafeld umgestellt. „Eine vollständige Überwachung der öffentlichen Gebäude war aber nicht möglich, weil es sich um große Objekte mit vielen Türen handelt“, gab Bezirksinspektor Reinhold Jelencsits vom Kriminaldienst Pinkafeld zu Bedenken. Ausgeforscht wurde der Täter dann aufgrund DNA-Spuren, die am Tatort gefunden wurden. Der 47-jährige Österreicher ist einschlägig vorbestraft und befand sich schon wegen weiterer Delikte auf der Flucht. „Bei einem Einbruch in der Steiermark wurde er auf frischer Tat ertappt und verhaftet“, erzählt Wurglits.

Bei den ersten Einvernahme leugnete der 47-Jährige die Taten noch, als ihm aber die sichergestellten Spuren vorgelegt wurden, war er schnell gesprächig und verriet auch noch zwei Komplizen – ein ebenfalls einschlägig vorbestraftes Pärchen aus Wien. Bei einer Hausdurchsuchung konnten weitere Beweise für die Schuld des Mannes gefunden werden. Er befindet sich derzeit in der Justizanstalt Klagenfurt wegen weiterer 35 Einbrüche in vier verschiedenen Bundesländern in Haft. Die beiden mutmaßlichen Mittäter wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Der Fall hat auch ein kurioses Detail: Den ersten Einbruch im Südburgenland verübte der 47-Jährige just in jener Firma, für die er zwei Jahre lang als Häftling in der Justizanstalt Graz Karlau gearbeitet hatte.

Gute Arbeit. Chefinspektor Fritz Wurglits und Bezirksinspektor Reinhold Jelencsits vom Kriminaldienst der Polizeiinspektion Pinkafeld.