Erstellt am 25. November 2015, 05:18

von NÖN Redaktion

Jäger rastete aus: Reiterpaar mit Waffe bedroht. Zwei Reiter wurden von einem Jäger aus dem Bezirk zuerst mit dem Pkw und dann mit vorgehaltener Waffe bedroht.

Schussbereit. Der Jäger überholte die beiden Reiter mit seinem Pkw, stieg mit der Waffe in der Hand aus und zielte auf sie. Seitens der Polizei gab es bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zum Vorfall.  |  NOEN, Foto: bilderbox.com
Der Vorfall ereignete sich an der Grenze zum Bezirk Güssing zwischen Punitz (Tobaj) und St. Kathrein (Dt. Schützen).

Wie die BVZ aus mehreren sicheren Quellen erfahren hat, ritten eine Frau und ein Mann auf ihren Pferden durch die Natur, als sie von einem wild-hupenden, bereits etwas älteren Jäger und seinem Pkw gestoppt wurden.

Nach Überholmanöver plötzlich angehalten

Der Mann soll mit seinem Fahrzeug mehrmals ganz nah an die beiden Reiter herangefahren sein. So nah, dass eines der beiden Pferde nur mit größter Mühe von seinem Reiter gebändigt werden konnte. Daraufhin wollten ihn die beiden Reiter vorbeifahren lassen und machten Platz.

Der Jäger überholte, stoppte aber seinen Pkw nach wenigen Metern, holte seine Waffe aus dem Auto und zielte auf die beiden Reiter, woraufhin er angezeigt wurde.

Vorfall am Gendarmerieposten angezeigt

Seitens der Polizei gab es bis zum Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu diesem Vorfall: „Wir wissen davon nichts“, heißt es aus der Pressestelle.
 
Nach Redaktionsschluss erreichte die BVZ ein anonymer Leserbrief, der den beschriebenen Vorfall bestätigt. Der Jäger soll sich „mit ungemein hoher Geschwindigkeit“ genähert und dabei „unentwegt gehupt“ haben, wodurch „beide Pferde sehr unruhig wurden und nur mit großer Kraftanstrengung von den beiden erfahrenen Reitern gebändigt werden konnten“. Laut dem Leserbrief wurde der Vorfall am Gendarmerieposten Großpetersdorf angezeigt.