Erstellt am 20. März 2013, 00:00

J:opera für heuer gerettet. Grünes Licht / Land zahlt 100.000 Euro an Förderungen. Auch Lafnitztal-Gemeinden und Tourismusverband leisten ihren Beitrag zur Rettung des Festivalsommers auf Schloss Tabor.

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Von Carina Ganster

BEZIRK JENNERSDORF / „Um den Fortbestand des für die südliche Region und vor allem für das Land Burgenland kultur-, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch besonders bedeutenden Festivals j:opera zu sichern, erteilte die Landesregierung am 12. März grünes Licht“, teilte Intendant Dietmar Kerschbaum erleichtert mit. Das Opernfestival kann heuer sein zehnjähriges Bestehen feiern.

Bis zuletzt stand nicht fest, ob die Außenstände von 50.000 Euro bezahlt werden können und der Aufstockung des Fördervolumens seitens des Landes stattgegeben wird – die Zukunft schien ungewiss. In einer gemeinsamen Absichtserklärung aller zwölf Gemeinden des Raabtales und des Lafnitztales, das Projekt zu unterstützen, wurde die Wertigkeit von j:opera untermauert.

„Die Übereinkunft aller Gemeinden des Bezirkes und der Tourismusverbände und das damit verbundene Auftreten der Geschlossenheit ist ein Vorzeigemodell“, meint Kerschbaum.

Aus diesen Gründen wurde von der Landesregierung - im speziellen vom Ressort des Kulturlandesrates, dem Landeshauptmann und dem Landeshauptmannstellvertreter für das Jahr 2013 die notwendigen Mittel für die Absicherung des Festivals bereitgestellt. J:opera erhält nun statt 60.000 Euro Förderung 90.000 Euro pro Jahr, 10.000 Euro gibt es seitens des Landes für die Kinderoper. Diese Summe wurde laut Kerschbaum ebenfalls für das Jahr 2014 zugesagt, zumindest mündlich.

Um die Außenstände abzudecken, zahlen elf Gemeinden je 1.000 Euro und die Stadt Jennersdorf 2.000 Euro, der Tourismusverband beteiligt sich mit 12.000 Euro. Bis zum Jahr 2014 läuft zusätzlich das Förderprojekt „Kulturtourismus-Region Jennersdorf“, für das der Verein j:opera eine Unterstützung aus dem Ressort des Tourismus erhält. Für die endgültige Weiterführung bis 2018 wurde ein Treffen im Herbst vereinbart, um den Businessplan für die kommende fünfjährige Periode festzulegen. Auch ob die Intendanz von Dietmar Kerschbaum weiterläuft, ist noch nicht entschieden. Sein Vertrag läuft heuer aus.

Mit dieser Entscheidung kann nicht nur die Opernaufführung auf Schloss Tabor weitergeführt werden, sondern auch die Kinderoper und die neuen j:opera Projekte, wie das Kindercamp und der Kinderchor. „Diese Voraussetzungen und Ergebnisse sind für mich persönlich entscheidend und legen den Grundstein meines weiteren kulturellen Schaffens in der Region“, meint Intendant Dietmar Kerschbaum.

Die Kugel rollt weiter. Heuer gibt es auf Schloss Tabor die Opernproduktion „Hänsel & Gretel“ zu sehen. Premiere ist am 1. August.

Internationalen Größen, wie Josef E. Köpplinger und Dirigent

Sebastian Weigle sind dabei.

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