Rotenturm an der Pinka , Großpetersdorf

Erstellt am 17. November 2016, 06:10

„Jugend am Werk“-Umzug: Ortschef ärgert sich. Der Verein „Jugend am Werk“ ist jetzt in Rotenturm beheimatet. Großpetersdorfs Bürgermeister übt Kritik.

Großpetersdorfs Bürgermeister Wolfgang Tauss (SPÖ). Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

50 Jahre lang „werkelten“ Auszubildende beim Verein Jugend am Werk in Großpetersdorf. Jetzt hat die Einrichtung den Standort gewechselt.

Neue Adresse: Die ehemalige Halle der Firma Kerschbaumer in Rotenturm, direkt an der B63 gelegen.

Tauss-Kritik an „Kurzfristigkeit“ des Umzugs

Der Grund für den Umzug, so Einrichtungsleiter Herbert Preinsberger, sei der Zustand des Gebäudes in Großpetersdorf gewesen. „Vor 50 Jahren hat man noch ganz anders gebaut, man hätte viel Geld in die Sanierung des Hauses stecken müssen. Das Dach wäre angestanden und die alte Ölheizung in Kombination mit der schlechten Dämmung des Gebäudes war auch ein wichtiges Thema. Da wären wir mit der Arbeit nicht fertig geworden.“

Der Deal mit dem neuen Standort in Rotenturm ergab sich, so die Verantwortlichen, recht kurzfristig. Man habe jetzt allerdings 2.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, was um ein Drittel mehr sei als am alten Standort in Großpetersdorf.

Die „Kurzfristigkeit“ des Umzuges von Jugend am Werk ärgert wiederum Großpetersdorfs Bürgermeister Wolfgang Tauss. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, da war der Umzug schon fixiert. Von einem von der Gewerkschaft geführten Betrieb hätte ich mir mehr Handschlagqualität erwartet“, kritisiert Tauss.

Preinsberger kontert: „Das stimmt nicht, der Bürgermeister wusste schon seit Monaten über den Umzug Bescheid.“

So oder so: Kommenden Freitag feiert man „50 Jahre Lehrbetrieb Großpetersdorf“ - am neuen Standort in Rotenturm.