Erstellt am 06. Januar 2016, 04:28

von Michael Pekovics

Kahr übergibt „Die Bank“ an Duo. Oberwarts Mezo-Chef Harry Kahr trennt sich vom Lokal „Die Bank“. Neu am Ruder sind Franz Gotthardt und Jürgen Grandits.

Neustart ab März. Nach einer kurzen Umbauphase will das Lokal »Die Bank« neu durchstarten. Foto: Leeb  |  NOEN, Eva-Maria Leeb
Die Gastro-Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, jetzt ist es offiziell: Das Lokal „Die Bank“ bekommt einen neuen Betreiber. Mit Franz Gotthardt und Jürgen Grandits hat der neue Mezo-Chef Harry Kahr zwei Profis gefunden, die das Lokal mit neuen Ideen übernehmen werden.

Mehlspeisen und Gebäck aus Eigenproduktion

Für Kahr wäre die Doppelbelastung Messezentrum und „Bank“ zuviel gewesen: „Ich konzentriere mich voll auf das Mezo“, so der künftige „Ex-Banker“. Gotthardt und Grandits betreiben bereits sieben Standorte, zum Beispiel die „Sonne“ in Hartberg oder das Café im LKH Graz.

Übernommen wird das Lokal schon Mitte Jänner, danach hat es noch einen Monat geöffnet – die letzte große Party in der „Bank“ wird wohl am Faschingsdienstag über die Bühne gehen. „Nach einer Umbauphase von knapp drei Wochen wollen wir wieder Anfang März aufsperren“, erzählt Jürgen Grandits im Gespräch mit der BVZ. „Das Thema ,Bank‘ soll mehr in den Vordergrund gestellt werden, auch was die Einrichtung betrifft“, verrät Grandits.

Neu ins Angebot aufgenommen werden Mehlspeisen und Gebäck aus Eigenproduktion, auch die Frühstücksschiene soll ausgebaut werden. „Eis wird ebenfalls ein Thema und natürlich wollen wir auch am Abend wieder mehr Gas geben, unter anderem mit Cocktails“, verspricht Grandits. Dafür soll die im Vorjahr beste Barkeeperin Österreichs, Andrea Hörzer, sorgen.

Die derzeitigen Mitarbeiter werden alle übernommen, die reichhaltige Karte soll bleiben, wenn auch etwas gestrafft. Dafür verrät Grandits schon, in welchem Ofen künftig Pizzen zubereitet werden. „Der Pizzaofen wird das Design eines Tresors haben und sicher zum Blickfang werden.“

Zwei Lokale sperren im Atrium zu

Nach der positiven Meldung über die geplante Reaktivierung der sogenannten „Alag-Passage“ gibt es nun schlechte Nachrichten aus der Nachbarschaft: Im Erdgeschoss des Atriums werden demnächst zwei Geschäftslokale frei. Das „Café Caramel“ sperrte per Jahresende zu, ab März soll auch das Schnitzeleck in Oberwart Geschichte sein.

„Die Verträge laufen Ende Februar aus, ich bin auf der Suche nach neuen Mietern“, bestätigt Vermieter Thomas Linzer, Geschäftsführer der tom.mobilien GmbH. Einige Interessenten seien schon an ihn herangetreten, Schnellschuss will Linzer aber keinen: „Ich möchte eine nachhaltige Lösung, die längerfristig Bestand hat.“

Linzer schwebt ein Kaffeehausbetreiber vor, der auch den Innenhof in seine Überlegungen miteinbezieht. „Da wurde bis jetzt noch nichts gemacht.“ Dass er lange ohne Mieter bleiben wird, glaubt Linzer nicht, zumal mit Jahresanfang die Stadtgemeinde während des Umbaus des Rathauses in die Büros des Atriums ziehen wird: „Allein im Haus arbeiten rund 100 Menschen.“