Erstellt am 20. August 2014, 11:33

von Michael Pekovics

Polit-Wirbel um Kauf. Der Kauf von Oberwart und Pinkafeld durch Bietergemeinschaften ist fix. Aufregung in der Bezirkshauptstadt um Brief an Bürger.

 |  NOEN, BVZ

Der Verkauf der beiden Kasernen im Bezirk ist über die Bühne. Alfred Kollar, Geschäftsführer der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG), bestätigte gegenüber der BVZ, dass die SIVBEG, die für das Bundesheer den Verkauf abwickelt, am Donnerstag der Vorwoche grünes Licht gegeben hat. Und das, obwohl kurz vor dem Ende der Angebotsfrist noch ein weiterer Bieter Interesse an Pinkafeld zeigte. „Wir haben den Zuschlag bekommen, jetzt liegt es an uns und unseren Partner, etwas daraus zu machen“, freut sich Kollar schon auf das auf mehrere Jahre angelegte Projekt.

Auf politischer Ebene sorgt der Verkauf der Oberwarter Kaserne aber für Aufregung, weil sich Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) mit einem Brief an jeden Haushalt gewandt hatte (siehe dazu auch „Warum haben Sie …“, Seite 11).

Kauf ist im Gemeinderat noch nicht abgesegnet

Kritik kommt vorwiegend von der FPÖ und den Grünen, aber auch SP-Vize Dietmar Misik spricht von einem „Alleingang“ Rosners. Vor allem die Formulierung „über alle Parteigrenzen hinweg eine gute Lösung gefunden zu haben“, stößt den drei anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien sauer auf. „Wir wurden weder eingebunden, noch gab es Gespräche.

Und Gemeinderatsbeschluss für den Kauf gibt es auch noch keinen“, ärgert sich die Grüne Gemeinderätin Maria Racz, die diese Lösung „auf diese Weise“ nicht mittragen will. So wie Racz vermisst auch FPÖ-Stadträtin Ilse Benkö ein Konzept: „Wir kaufen etwas und wissen gar nicht, was wir damit machen. Ich habe nichts gegen den Kauf an sich, aber ich verstehe die Vorgangsweise nicht – das ist planlos, so wie immer.“

Inhaltlich steht Rosner weiter zum Brief, auch wenn er zugibt, dass die Formulierung unglücklich war. Aber: „Die Reaktionen aus der Bevölkerung sind positiv, ich wollte nur aufklären.“