Erstellt am 09. November 2016, 15:10

von Wolfgang Millendorfer

Erfolg mit Haydn: Martini für Intendant Walter Reicher. Mit großer Freude nahm Intendant Walter Reicher den BVZ-Martini entgegen: Ein Ansporn zum Festival-Neustart 2017.

Kultur-Martini. Haydn-Intendant Walter Reicher (l.) nahm den Preis von Markus Stefanitsch entgegen.  |  Millendorfer

In einem bewegten Jahr ist der BVZ-Martini in der Kategorie Kultur für Walter Reicher eine besonders große Freude, wie er bei der Preisverleihung durch BVZ-Leiter Markus Stefanitsch verriet. Nach 28 Jahren an der Spitze der Internationalen Haydntage in Eisenstadt zieht Reicher mit seinem Team jetzt aus Schloss Esterházy aus.

Ab dem kommenden Jahr will man mit den „Haydn Land Tagen“ an 14 Schauplätzen im Burgenland, Wien und Fertöd neu durchstarten. „In der Region rund um den Neusiedler See hat Joseph Haydn Zeit seines Lebens gewirkt. Das zeigt sich allein an seinen ,Vier Jahreszeiten‘: Das Stück ist für mich der Soundtrack des Nordburgenlandes“, meint Reicher voller Tatendrang.

Forschung und Stars auf einen Nenner

In einem organisatorischen Kraftakt ist es bereits gelungen, prominente Namen für Herbst 2017 zu gewinnen. In Zukunft sollen noch weitere Veranstaltungsorte bespielt werden. So wird derzeit etwa geprüft, in welcher Form man das Kulturzentrum Eisenstadt in das neue Festival einbinden könnte.

Seinem altbewährten Motto „Haydn macht glücklich“ bleibt Reicher mit seinem Team auch weiterhin treu. Seit er mit dem Festspiel-Verein die Haydnpflege übernahm, gilt das Gesamtwerk des berühmten Komponisten als Basis des Programms, das von den Stars der Klassik-Szene umgesetzt wird. Wesentlicher Bestandteil von Reichers Arbeit war und ist auch die umfassende Haydnforschung. All das ergibt unterm Strich ein Bild, das Haydn stets lebendig hält.