Erstellt am 14. März 2012, 00:00

Katzen-Streit artet aus. ANZEIGE / Ehepaar fühlt sich von Nachbar verfolgt: Als Frau Katzen fütterte, wurde sie von ihm mit Schweizerkrachern beworfen. Anzeige bei der Polizei ist in Bearbeitung.

VON MICHAEL PEKOVICS

WEIDEN BEI RECHNITZ / Der Ursprung des Nachbarschaftsstreit liegt einige Jahre zurück. Ein Ehepaar wollte einen Stadl bauen und ließ deswegen die Grenzen neu vermessen, „um nicht vielleicht versehentlich am Grund unseres Nachbars zu bauen“, sagt das Ehepaar (Namen der Redaktion bekannt), das vor sieben Jahren in die Ortschaft gezogen ist. Der Nachbar zweifelte die Richtigkeit der von einem Bekannten des Ehepaares vermessenen Grenze an – und beauftragte seinerseits eine Vermessung. „Die hat ihm 1.000 Euro gekostet, heraus gekommen ist aber dasselbe. Und ab dann ging es los“, erzählt das Ehepaar im Gespräch mit der BVZ.

Nachbar warf Frau zwei  Kracher vor die Füße

Aktuell lautet der Vorwurf „gefährliche Drohung“ und „Werfen von Schweizerkrachern“. Die Ehefrau füttert nämlich die 15 Katzen einer Nachbarin, aus Gefälligkeit, wie sie betont: „Bei einem Haushalt mit nur zwei Personen bleibt so manches über und da habe ich der Nachbarin meine Hilfe angeboten“, erzählt sie.

Vor Kurzem habe sie wieder Katzen gefüttert und auf dem kurzen Nachhauseweg passierte der Vorfall: „Der Mann hat mir zwei Schweizerkracher vor die Füße geworfen. Ich habe mich natürlich stark erschrocken, es war ja stockdunkel und ich dachte, da schießt jemand.“ Zudem habe sie der Mann – er befindet sich derzeit auf Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar – mit folgenden Worten beschimpft: „Das nächste Mal steck ich dir den Kracher in den ….“, soll er gesagt haben.

Das ließ sich das Ehepaar dann nicht mehr gefallen und suchte Hilfe bei der Polizeiinspektion in Rechnitz. Dort wurde die Anzeige aufgenommen. Laut Polizei gibt es aber auch eine Gegenanzeige. Das versteht das Ehepaar nicht: „Ist es etwa verboten, Katzen zu füttern?“ Das Ehepaar möchte erreichen, dass „dieser Nachbar einsieht, dass er sich nicht alles erlauben kann. Nicht nur wir, sondern auch andere Familien in der Ortschaft haben mit ihm Probleme“.