Oberwart

Erstellt am 05. Oktober 2016, 10:50

von Michael Pekovics

Aus für Oberwarter Roma-Verein. „Verein Roma“ stellt Betrieb ein, offene Forderungen von 160.000 Euro sind einfach zu hoch. Gedenkstätte geht ans Land.

Derzeit ist angedacht, die Gedenkstätte an das Land zurückzugeben. Die Versteigerung ist jedenfalls vom Tisch. Foto: Archiv  |  BVZ-Archiv

Der Verein „Roma Oberwart“ hat seine Tätigkeit ab sofort eingestellt und wird liquidiert. „Weil der Sanierungsantrag seitens des Vereins noch vor der Tagsatzung zurückgezogen wurde“, sagt Masseverwalter Wolfgang Steflitsch. Eigentlich hätte ja ein Verkauf der Gedenkstätte an das Land die notwendigen finanziellen Mittel einbringen sollen, doch es kam anders.

Der Verein musste bereits im April diesen Jahres Insolvenz anmelden, Grund waren ausstehende Fördergelder. Bis zuletzt hatte man sich um finanzielle Mittel bemüht, auch von Privatspendern, aber: „Das Geld hat nicht gereicht und die Mitarbeiter mussten aufhören. Das hat natürlich weitere Kosten wie Abfertigungen nach sich gezogen. Deshalb haben wir noch vor der Sitzung zur nächsten Tagsatzung zurückgezogen – wir hätten schon früher Geld haben müssen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten“, sagt Obmann Johann Baranyai.

Er wartet nun auf den Bescheid zur Auflösung des Vereins: „Dann werden wir einen Termin festlegen, wo wir uns bei allen Freunden, Förderern und Unterstützern bedanken wollen und einige Dinge klarstellen werden.“

Baranyai betont, dass mit den vorhandenen Mitteln sorgsam gearbeitet wurde: „Wir hatten schon einige Zusagen, allerdings zögern potenzielle Förderstellen natürlich, wenn gerade ein Konkursverfahren läuft.“