Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Kelag setzt Auflagen um. FERNWÄRME / Nach Kritik schwenken Verantwortliche um und wollen mittels Anrainerbefragung besseres Image bekommen.

Die Fernwärme Pinkafeld will jetzt die Anrainer befragen und bei Problemen entsprechend handeln.  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

PINKAFELD / Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu negativen Schlagzeilen über das Fernwärmeheizwerk. Zuletzt beklagten Fischer das Verschwinden von Fischen, ausgelaufene Sickerwässer hätten die Tiere vertrieben. Auch die Bezirkshauptmannschaft befasste sich mit dem Fall, nach einer Prüfung wurden dem Betreiber, der Kelag Wärme, einige Auflagen vorgeschrieben. Diese wurden nun umgesetzt.

„Es gab einen Schaden in der Anlage, der Asphalt war durchlässig“, erzählt Prokurist Andreas Hausleitner. „Das Problem ist mittlerweile behoben, zusätzlich haben wir eine Drainage angelegt, in der das Sickerwasser gesammelt wird.“ Bis Mitte April sollen die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. Hausleitner betont auch, dass es „niemals tote Fische gegeben hat, die Fische waren einfach nur weg – dafür kann es aber auch andere Gründe als das Sickerwasser geben“. Auch der seitens der Gemeinde geäußerte Verdacht, in der Kläranlage gefundener Mais stamme von der Maissilage der Fernwärme, wurde von Hausleitner entkräftet: „Wir haben gemeinsam mit der Behörde eine Analyse vorgenommen, es gibt keine technische Verbindung zum Kanalnetz der Stadtgemeinde.“

Angesprochen auf die Lärmbelästigung der Anrainer durch große Traktoren antwortet Hausleitner, dass „wir weniger Fahrten durchführen, als das gesetzlich möglich wäre“. Er betont aber auch, dass „nach Kritik die Route gemeinsam mit dem Maschinenring kürzlich anders festgelegt wurde“. Dass der Betrieb eines derart großen Fernwärmeheizwerks mit einem Standort am Rande eines Siedlungsgebiets aber immer wieder zu Problemen führt, wisse er. „Wir starten demnächst eine Befragung der Anrainer, wie die Wahrnehmung der Menschen wirklich ist. Sollten Probleme auftauchen, sind wir bemüht, diese zu lösen.“ Stadtchef Kurt Maczek begrüßt den Vorstoß: „Die Bürger zu fragen halte ich immer für einen guten Weg. Die Anrainer sollen sagen, was sie stört, wo sie der Schuh drückt, damit die Kelag dann darauf entsprechend reagieren kann.“