Kemeten

Erstellt am 19. September 2016, 05:08

von Michael Pekovics

Nach Dauerstreit: Gedenken im Netz. Roma-Vertreter und Kemeten streiten seit Jahren um Gedenkstätte für Roma. Jetzt gibt es „virtuelle Gedenkstätte“ im Internet.

Nach Streit in Kemeten gibt es nun eine „virtuelle Gedenkstätte“ der Roma im Internet.  |  BVZ

Die endlose Geschichte rund um die von Roma-Vertretern geforderte Gedenkstätte in Kemeten schlägt ein neues Kapitel auf. Seit Kurzem gibt es nämlich im Internet eine „virtuelle Gedenkstätte“, die von Vertretern des Vereins R.E.F.U.G.I.U.S. und Roma-Vertretern initiiert wurde. In der Gemeinde selbst wird mit Großplakaten auf die Seite www.gedenkweg.at hingewiesen.

„Lassen uns nicht unter Druck setzen“, sagt die Gemeinde Kemeten mit Ortschef Nussgraber als Antwort auf die „virtuelle Gedenkstätte“.  |  BVZ

„Wir werden weitere Schritte setzen, um auf das Unrecht und die Missachtung der Gefühle der Roma hinzuweisen, die uns diese Gemeindevertretung zumutet“, heißt es von Horst Horvath, Geschäftsführer der Volkshochschule der burgenländischen Roma. Der Gemeinderat hatte schon 2006 beschlossen, ein entsprechendes Denkmal zu errichten.

Auf Anfrage der BVZ erklärte Bürgermeister Johann Nussgraber (SPÖ), dass „wir uns auf keinen Fall unter Druck setzen lassen werden. Wir als Gemeinde entscheiden selbst, was wir in welcher Form machen.“ Zusatz: „Wir werden noch im heurigen Jahr etwas aufstellen, aber das wäre auch ohne diese Aktion passiert.“