Erstellt am 04. Mai 2016, 12:17

von Presseaussendung

Kleinkind Jonas versehentlich in Auto eingesperrt!. „Kind im Auto eingesperrt, vorm Kindergarten“ – bei so einem Notruf wie jenem am Dienstag in Kemeten (Bezirk Oberwart) heißt es für die ÖAMTC-Pannenfahrer schnell reagieren...

ÖAMTC-Pannenfahrer Manuel Hofer, mit dem coolen Jonas und seiner Oma. Foto: ÖAMTC (Verwendung honorarfrei)  |  NOEN, ÖAMTC
Ein Malheur passiert schnell, doch Jonas nahm es gelassen. Der Kleine verbrachte den Dienstag in Kemeten nicht nur einen erlebnisreichen Kindergarten-Tag, sondern erlebte auch noch einen spannenden Pannen-Einsatz.

Seine Oma holte ihn vom Kindergarten ab, ging mit ihm zum Auto, wo sie ihren kleinen Enkel vorbildhaft im Kindersitz auf der Rückbank sicherte. Soweit so gut – leider passierte ihr aber ein Missgeschick. Als sie nämlich davor den Autoschlüssel samt Handy am Fahrersitz ablegte, hatte sie unbemerkt den „Schließen“-Knopf am Fahrzeug-Schlüssel betätigt...

Mit "Motorsäge" alleine im Auto

Jonas saß nun mit seinem Lieblingsspielzeug, einer Spielzeug-Motorsäge, bestens gesichert im zugesperrten Auto und seine Oma ohne Handy und Schlüssel vor verschlossenen Türen. Die Großmutter wusste sich aber schnell zu helfen, borgte sich das Handy einer Mutter, die ihr Kind ebenfalls vom Kindergarten abholte, und kontaktierte den ÖAMTC-Stützpunkt Oberwart.
 
Schalterdienstverantwortliche Renate Baliko, die bereits in etlichen Kindergärten Kindersicherheits-Vorträge gehalten hat, nahm den Anruf entgegen, erkannte sofort den Ernst der Lage und gab den Einsatz umgehend an Pannenfahrer Manuel Hofer, der gerade von einem Panneneinsatz zurückkam, weiter.

„Bitte beschäftigen Sie das Kind, lenken Sie es ab, damit es nicht weint. Unser Pannenfahrer ist in zehn Minuten bei Ihnen“, so der Rat von Renate Baliko an die Oma. Doch Jonas kam weinen gar nicht in den Sinn. Das Bild, das sich Pannenfahrer Hofer geboten hat, war selbst für ihn überraschend.

„Jonas kann sich nicht selbst abschnallen“

„Das erlebt man selten. Der kleine Jonas saß angegurtet und cool im Kindersitz, und wollte mir zuerst einmal seine Motorsäge zeigen“, schildert der Gelbe Engel, der sich einen Überblick verschaffte und sich gleich an die Arbeit machte.

Eine Aufsperr-Möglichkeit wurde ausgeschlossen. „Jonas kann sich nicht selbst abschnallen. Das haben wir ihm nicht gezeigt. Deswegen kann er auch nicht auf den Fahrersitz krabbeln und selbst die Fernbedienung betätigen“, so die Oma.

Jonas blieb immer noch gelassen und beobachtete interessiert den ÖAMTC-Pannenfahrer, der sich mit Spezialwerkzeug an die Arbeit machte. Die Großmutter rief ihrem Enkel zu, dass es zu Mittag Fischstäbchen geben würde, als es „Klack“ machte und der Gelbe Engel das verschlossene Auto öffnete.

Die Erleichterung der Oma war groß. Sie drückte ihren Enkel an sich, busselte ihn und von Müttern und Kindern, die den Einsatz beobachteten, gab es Applaus. „Super gemacht“, bedankte sich die Oma bei Manuel Hofer, mit dem noch schnell ein Erinnerungsfoto gemacht wurde, bevor sie mit Jonas nach Hause eilte. Immerhin mussten die Fischstäbchen noch ins Rohr.