Erstellt am 30. September 2015, 10:45

von Patrick Bauer

Abstiegskampf ist ein Marathon. Patrick Bauer über die Rückkehr von Johann Pigel nach Jennersdorf, die Hoffnung macht.

Ein Trainerwechsel ist eigentlich immer mit einem negativen Beigeschmack behaftet. Zumeist ist es sportliche Erfolglosigkeit oder ein Auseinanderleben zwischen „Chef“ und Kickern. Es geht aber auch anders, vor allem dann, wenn der Mann an der Kommandobrücke selbst merkt, dass es nicht mehr weitergeht.

So geschehen bei Helmut Puntigam, dem Ex-Trainer in Jennersdorf, der knapp zwei Jahre tolle Arbeit leistete, zweimal den Klassenerhalt in der BVZ Burgenlandliga schaffte, aber zuletzt an einen Punkt kam, an dem er nicht mehr weiterwusste. So zog er selbst die Reißleine, die er eigentlich schon im Sommer ziehen wollte. Konsequent – und dafür gebührt ihm Respekt!



Sein Nachfolger, Johann Pigel, hat jetzt einiges zu tun. Aber wer kann diese schwierige Aufgabe bewältigen, wenn nicht er? Auf all seinen Stationen, egal ob während seiner ersten Amtszeit beim UFC, in Großpetersdorf oder Kaltenbrunn –  überall schaffte er die gesteckten Ziele mit Bravour.

Auch wenn es beim 1:5 in Draßburg keinen positiven Start gab, wird es jetzt wichtig sein, Ruhe zu bewahren, nach außen hin Geschlossenheit zu demonstrieren und sich von negativen Erlebnissen und Ergebnissen nicht beeindrucken zu lassen. Abstiegskampf ist kein Sprint, sondern ein Marathon – und Pigel könnte ein Pluspunkt in dieser Disziplin werden.