Erstellt am 05. Dezember 2012, 00:00

Ängste durch Fehlinformation. Michael Pekovics über Gemeinden in der Asyl-Zwickmühle. Flüchtlinge sind für Gemeinden nicht nur Ärgernis, sondern auch Segen – und zwar in mehrerlei Hinsicht. Da wären einmal, dass Flüchtlinge Hauptwohnsitzer sind und Ertragsanteile bringen,

Flüchtlinge sind für Gemeinden nicht nur Ärgernis, sondern auch Segen – und zwar in mehrerlei Hinsicht. Da wären einmal, dass Flüchtlinge Hauptwohnsitzer sind und Ertragsanteile bringen, außerdem besuchen die Kinder die Bildungseinrichtungen. In Dt. Tschantschendorf zum Beispiel gibt es im heurigen Jahr genau zwei Taferlklassler – eines davon ist ein Flüchtlingskind. Auch wenn es natürlich einige Sprachprobleme gibt, wiegt der Nutzen, den Kinder durch das Kennenlernen eines „anderen“ Kindes – sei es durch Hautfarbe, Religion oder Herkunft – haben, schwerer als die Nachteile.

Außerdem ist es seit Kurzem auch möglich, dass Flüchtlinge legal für ein Taschengeld gemeinnützige Arbeiten in Gemeinden verrichten dürfen und so besser und schneller integriert werden. Dass es Ängste innerhalb der Bevölkerung gibt, ist aber nachvollziehbar, schließlich haben Flüchtlinge andere Lebensgewohnheiten. Diese teilweise irrationalen Vorbehalte wären aber durch bessere Informationspolitik im Vorfeld leicht auszuräumen. So kursieren wilde Gerüchte, die sich verselbstständigen und jeglicher Grundlage entbehren. Und damit entsteht nur eines, nämlich Unsicherheit.

m.pekovics@bvz.at