Erstellt am 25. November 2015, 04:03

von Martin Plattensteiner

Akademische Dynamik-Defizite. Martin Plattensteiner über die Pleitenserie der aktuellen AKA-U15.

Vor dem Saisonstart der ÖFB-Jugendliga wurde die aktuelle U15-Truppe von manchen sogar als Jahrhundert-Jahrgang klassifiziert. Neo-Coach Franz Ponweiser erhielt jede Menge Vorschusslorbeeren – immerhin hatte er sich als Kampfmannschaftstrainer und Schülerliga-Betreuer des Theresianum Eisenstadt einen exzellenten Namen gemacht.

Vier Monate später sieht die Welt etwas anders aus. Die U15-Cracks wurden in zehn von elf Spielen entweder „unter Wert geschlagen“ oder sportlich ordentlich abgewatscht. Eklatant waren die Defizite im körperlichen Bereich, dazu kamen taktische Mängel.

Ponweiser schwankte zwischen Realität und kalmieren, ließ alle Kaderspieler ran, experimentierte bei den Positionen viel. Damit soll jetzt Schluss sein, die AKA-Betreuer wollen und werden im Frühjahr sicher ein anderes Programm fahren.

Fakt ist, dass fast alle U14-Talente (also der U15-Unterbau) in ihren jeweiligen Ligen schwer unterfordert sind. Das Sich-Messen mit den Besten unter Drucksituationen findet kaum statt. Dann kommt mit der ÖFB-Jugendliga ein anderes Kaliber. Und dort liegt vor allem eine Wahrheit am Platz: Der moderne Fußball verlangt heute nach Dynamik, Schnelligkeit, Zweikampf- und Durchsetzungsvermögen sowie Technik im allerhöchsten Tempo. Nur das zählt – gerade im Nachwuchs.