Erstellt am 18. September 2013, 00:00

Alle müssen aufpassen. Michael Pekovics über die Bedeutung von Schutzwegen und deren Entfernung. Die aktuelle Diskussion in Oberwart rund um die Entfernung von Schutzwegen ist keine neue, aber immer wieder aufs Neue spannend.

Die aktuelle Diskussion in Oberwart rund um die Entfernung von Schutzwegen ist keine neue, aber immer wieder aufs Neue spannend. Das Argument für die Entfernung ist einfach: Autofahrer nehmen im Gegensatz zu Fußgängern schwach frequentierte Zebrastreifen nicht wirklich als solche wahr, deshalb passieren viele Unfälle. Laut Verkehrsexperten sei es deshalb sinnvoller, derartige Schutzwege zu „schleifen“. Das bedeutet aber, dass die „Bürde“ der Aufmerksamkeit im Straßenverkehr von den Autofahrern zu den Fußgängern verlagert wird. Diese sollten es ohnehin gewohnt sein, nach links und rechts und links zu blicken, wenn sie eine Straße überqueren. Aber vielleicht dauert es nicht mehr lange und dieses Thema ist in Oberwart keines mehr. Schließlich liegen in den Schubladen des Rathauses schon länger Pläne, zwischen Ampel und Hauptplatz eine Begegnungszone zu installieren, wo alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind – ähnlich der Wiener Mariahilferstraße. Aber weil das Zukunftsmusik ist müssen bis dahin sowohl Fußgänger als auch Rad- sowie Autofahrer mehr gegenseitiges Verständnis aufbringen und sich auf die Straße konzentrieren.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at