Erstellt am 23. März 2016, 05:04

von Michael Pekovics

Am Ende sind die Bürger am Wort. Michael Pekovics über das Einlenken der SPÖ Güssing und die Volksbefragung zur Einbahn.

Güssings Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ) blieb am Ende gar nichts anderes übrig, als die Bürger zur neuen Einbahnregelung zu befragen. Denn wenn er auf den aktuellen Ist-Stand, also die Einbahnregelung, beharrt hätte, wäre das Thema von der ÖVP bis zum Wahlkampf im kommenden Jahr am Köcheln gehalten worden. Und hätte damit die Gemeinde- und Bürgermeisterwahl zur Abstimmung über die Einbahn gemacht.

Das war der SPÖ dann schlussendlich wohl doch zu riskant, dafür gibt es einfach zu viel negative Stimmen zur neuen Einbahn. Denn diese hat tatsächlich massive Auswirkungen auf den Verkehr in der gesamten Stadt. Das hätten die Verantwortlichen aber schon im Zuge der Planung bedenken müssen – inklusive möglicher Begleitmaßnahmen. Denn es kann nicht sein, dass das Rote Kreuz einen Umweg von 2,2 (!) Kilometer machen muss, um vom Zentrum zum Krankenhaus zu gelangen.

Dass jetzt die Bürger am Wort sind, ist einerseits eine gute Sache. Andererseits wäre durch mehr Planung und Kommunikation im Vorfeld die Aufregung vielleicht gar nicht erst entstanden. Und der Wahlkampf wäre uns noch etwas erspart geblieben …

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