Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Aus Fehlern soll man lernen. MICHAEL PEKOVICS über Gerhard Pongracz, der einmal mehr einen Fehler zugibt.

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Auf der einen Seite ist es Gerhard Pongracz hoch anzurechnen, dass er Fehler zugibt. Stichwort: zu großes Vertrauen in einen langjährigen Mitarbeiter. Auf der anderen Seite muss er sich aber bewusst sein, dass nach der Finanzaffäre jeder seiner Schritte mehr als genau beobachtet wird – und dazu gehören auch solche, die gar nicht gesetzt wurden. Wie eben dieser Erlass der Gemeindeaufsicht, der seit Oktober (!) 2010 vorliegt, aber dem Gemeinderat noch nicht präsentiert wurde. Dieses Verhalten (Pongracz: „Unbewusster Fehler“) verstärkt die Kritik und gießt Öl ins Feuer der Opposition.

Dass Pongracz jetzt auf den bevorstehenden Gemeinderatswahlkampf verweist, ist zwar teilweise richtig, aber doch nur ein Ablenkungsmanöver. Denn ob der Erlass der Gemeindeaufsicht auf der Tagesordnung der nächsten planmäßigen Gemeinderatssitzung gestanden wäre, ist nicht sicher. Natürlich schwelt der Wahlkampf schon ein bisschen, aber das ist kein Wunder nach den Ereignissen der vergangenen Jahre. Und die Munition dafür wurde ja frei Haus geliefert. Dass die Opposition jetzt damit Politik machen will, ist legitim und verständlich.

m.pekovics@bvz.at