Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Bienen besser beschützen. MICHAEL PEKOVICS über die Bienen und warum auch der Konsument gefordert wird.

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Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Diese Zitat wird – fälschlicherweise oder nicht, darüber wird diskutiert – Albert Einstein zugeschrieben (siehe Seite 24). Und tatsächlich ist eine funktionierende Flora ohne die gelben Insekten einfach nicht vorstellbar. Der burgenländische Bienenzuchtverein möchte zum Thema „Melissa“-Projekt, das das Bienensterben untersuchte, aber nichts mehr sagen, „um die Konsumenten nicht noch mehr zu verunsichern“. Das ist aber genau der falsche Weg. Denn nur über die Konsumenten kann sich in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelindustrie etwas ändern. In Österreich sind im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern Mittel erlaubt, die den Bienen nachweislich schaden. Die Agrarlobby im Land ist wohl zu stark, um ein Verbot von insektizid gebeiztem Maissaatgut zuzulassen. Aber das ist – wie so oft – zu kurz gedacht. Denn (siehe oben) die Natur, und auch die Landwirtschaft, braucht Bienen für eine gut funktionierende Umwelt. Dessen sollte man sich bewusst sein. Auch dann, wenn die vermeintlichen Plagegeister einem beim bald anstehenden Besuch im Freibad stören.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at