Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

Bringt Tropfen neuen Wind?. Michael Pekovics über die Erschließung neuer Einnahmequellen. Die Einführung einer Lustbarkeitsabgabe ist eigentlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein – und dennoch ein Signal an die Bürger, dass seit der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl ein anderer Wind im Rathaus weht.

Die Einführung einer Lustbarkeitsabgabe ist eigentlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein – und dennoch ein Signal an die Bürger, dass seit der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl ein anderer Wind im Rathaus weht. Zwar sind die geplanten Einnahmen von 40.000 Euro nur ein Bruchteil des 13,8 Millionen Euro-Budgets, aber dennoch eine nicht zu vernachlässigende Größe. Verwunderlich ist die Tatsache, dass diese Verordnung nicht schon längst erlassen wurde. Schließlich stand Oberwart seit dem Finanzskandal 2009 das Wasser finanziell mehrmals bis zum Hals. Spannend ist die Frage, welche Veranstaltungen betroffen sein werden. Denn klar ist, dass die meisten Veranstalter die Gebühr auf die Eintrittspreise aufschlagen werden und die Besucher mehr bezahlen müssen. Erstaunlich, dass wenige Tage vor der Gemeinderatssitzung noch nicht klar ist, welche Ausnahmeregelungen es geben wird. Speziell die Sportvereine dürften, sofern sie davon betroffen sind, mit der Einführung der Lustbarkeitsabgabe keine Freude haben. Gibt es aber zu viele Ausnahmen, dann könnte der Tropfen auf dem heißen Stein verdampfen, bevor er dort überhaupt angekommen ist.

m.pekovics@bvz.at