Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Da fährt die Fekter drüber…. MICHAEL PEKOVICS über die Schließung der Grenzpolizeidienststellen.

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Die Optik ist katastrophal, die Wirkung verheerend. Die Schließung von drei Grenzpolizeiinspektionen lässt unweigerlich das – im Zusammenhang mit Innenministerin Maria Fekter und überhaupt in Verbindung mit dem Thema Sicherheit – oft gebrauchte Niessl-Mantra „Drüberfahren, drüberfahren …“ erklingen. Dabei war schon 2008, bei der jüngsten Erweiterung des Schengenraums, absehbar, dass etwas passieren wird. Konkreter soll es laut Insidern schon im Jahr 2009 geworden sein – seit damals stehen die nun genannten Orte angeblich auf der Schließungsliste.

Heute ist die Aufregung natürlich groß. Kein Wunder, dass sich die Bürgermeister übergangen fühlen und den Aufstand proben. Aber – und das ist nicht nur seit der „Causa Eberau“ so – in Wien zählen die Stimmen kleiner Ortschaften wenig, umso weiter weg (geografisch – und zeitlich zur nächsten Wahl) umso geringer wird ihr Gewicht. Auf der anderen Seite macht es wenig Sinn, Grenzpolizeiposten ohne Grenzen zu haben. Vielleicht wären kleinere, effizientere Standorte besser zur Kriminalitätsbekämpfung geeignet. Für das „subjektive Sicherheitsempfinden“ wären sie das. Mit Sicherheit.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at