Erstellt am 29. Dezember 2010, 00:00

Das ist nur eine der Baustellen. MICHAEL PEKOVICS über die wahre „Zeitbombe“ im Oberwarter Untergrund.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Dass im Oberwarter Untergrund einiges im Argen ist, weiß der aufmerksame Beobachter nicht nur seit dem Auffliegen des Finanzskandals. Immer wieder müssen die Mitarbeiter des Bauhofs ausrücken, um gebrochene Wasserrohre zu flicken. Wie viel diese Einsätze unterm Strich schon gekostet haben, ist nicht bekannt. Was man allerdings weiß, ist, dass 4,3 Millionen Euro (Abgaben und Gebühren) verjährt und damit nicht mehr einbringlich sind. Eine schöne Summe, mit der die Gemeinde sicher einige Projekte hätte umsetzen können. Aber die Sanierung des Wasserrohrsystems dürfte eher mehr kosten als diese 4,3 Millionen. Über die Kosten für die geplanten Strukturmaßnahmen für den Verkehr gar nicht zu reden. Natürlich macht es wenig Sinn, die Straße ohne Konzept aufzureißen und die Rohrleitungen zu sanieren. Das muss Hand in Hand passieren – ob aber die Stadtgemeinde überhaupt in der Lage ist, die notwendigen finanziellen Mittel aufzustellen, darf bezweifelt werden. Das heißt – vor allem für die Bürger in der Wienerstraße – weiter hoffen und von Zeit zu Zeit ohne Wasser dazustehen. Den Gemeindefinanzen steht es ohnehin schon bis zum Hals.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at